Mauerbach und Umgebung und ein Restauranttipp

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Endlich! Die Saison für alles mögliche ist wieder eröffnet, für uns heißt das vor allem, wir sind wieder mehr unterwegs.

Irgendwie haben wir im Winter wenig Lust uns was anzusehen oder gar irgendwo in der Natur rumzulaufen. Klar spazieren gehen wenn die Wintersonne scheint, das mögen wir, aber einen ganzen Tag durch die Gegend zu laufen, das fällt uns nicht ein.

In unserem Bundesland, Niederösterreich, gibt’s die Initiative Tut Gut Wanderwege, wir haben hier das komplette Programm dazu und diesmal haben wir uns was in der näheren Umgebung ausgesucht.

Mauerbach liegt ebenso wie wir im Wienerwald, ein nettes Städtchen unweit von Wien, und von uns aus ist es mit dem Auto in einer halben Stunde erreichbar. Mit dem Wetter hatten wir ziemlich Glück, der Vormittag und der frühe Nachmittag war super schön, wenig windig, zwar bewölkt und ohne Sonne aber zum Wandern perfekt geeignet.
Wir haben uns für die kürzeste Route entschieden, einen Rundweg, der ist knapp 5 km lang.

Ich nehme euch jetzt mit, auf den Rundweg, danach ins Restaurant der Kartause Mauerbach und dann sind wir noch hoch hinaus marschiert, die  Leopold Figl Warte am Tulbinger Kogel garantiert einen super schönen Ausblick auf die umliegende Gegend.

Mein Mann beim Checken der Route
Wie immer, beim Wandern ist mein Mann der Planer, ich geh nur mit 😉

Kartause Mauerbach
Am Friedhof vorbei erreicht man ziemlich bald den Platz von wo aus man die Kartause Mauerbach in ihrer ganzen Pracht bewundern kann.

Diese Kartause wurde bereits im 14. Jahrhundert durch Friedrich den Schönen gestiftet, es ist eines der bedeutendsten barocken Klöster in Österreich. Sie befindet sich im Besitz der Republik Österreich und wird vom Bundesdenkmalamt als Informations- und Weiterbildungszentrum genutzt.

Baumhaus, Mauerbach
Dieses Baumhaus haben wir unterwegs entdeckt, man beachte den Baum der davor schwebt, der dient nämlich als Zugang, ist wohl eher für ein Äffchen geeignet als für einen Menschen.

Sina unterwegs
Mein Mann hat immer große Freude dran mich zu fotografieren,.mir gefallt das weniger

Hungerturm, Mauerbach
Dieser Hungerturm ist denkmalgeschützt, eines von 53 geschützen Objekten in Mauerbach.

Rastplatz
Wir waren ja nur 5 km unterwegs, daher haben wir das nette Bänkchen nur fotografiert aber nicht genutzt.

Weiter geht’s mit ein paar Bildern von der Kartause:
Kartause Mauerbach, Niederösterreich

Kartause Mauerbach

Kartause Mauerbach

Nach 5 km hat man (wir) dann schon mal Hunger, da trifft es sich gut, wenn die Kartause auch über ein Restaurant verfügt.
Und das kann ich wirklich wärmstens empfehlen.
Klosterwirt Mauerbach, Carpaccio
Carpaccio vom Rind mit Olivenöl und Käse…sehhhr gut war das!

Klosterwirt Mauerbach, Wok Hendl
Ein Wok Hendl, zwar ganz und gar keine österreichische Küche, dennoch war es sehr gut, grad richtig zwischen süß und scharf geschmacklich platziert, ich habe alles ratzeputz zusammengefuttert.

Mein Mann hat ein Schnitzel gegessen, das habe ich aber nicht fotografiert.
Preislich ist das Restaurant nicht allzu hoch angesiedelt, wir haben für eine Vorspeise, einen Salat, zwei Hauptspeisen inkl. Beilagen und 3 alkohlfeien Getränken ca. 40 Euro bezahlt.
Wer hingehen möchte, hier findet ihr die Homepage des Klosterwirt.
Klosterwirt Kartause Mauerbach

Jetzt kommt noch der versprochene Ausblick von der Leopold Figl Warte:

Leopold Figl WarteAussicht

Leopold Figl Warte

Tulbiger Kogel, Niederösterreich

Na hab ich euch Lust gemacht, meine Heimat zu erkunden?

 Niederösterreich hat so schöne Ecken, und wir kennen viel zu wenige von den  interessanten Orten.

Erdäpfel – Champignon Suppe mit getrockneten Tomaten

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Diese Woche gabs mal Palatschinken zum Mittagessen, und wenn es was Süßes gibt, dann essen mein Mann und ich immer gerne eine Suppe davor.
Erdäpfelsuppe

Es ist wieder ziemlich kühl gewesen und da kommt so eine deftige Suppe gerade recht. Um ein bisschen Sommer auf den Teller zu bekommen, habe ich getrocknete Tomaten aus Sizilien mit dazugegeben.

Gibt einen mediterranen Touch und eben einen leichten Vorgeschmack auf den kommenden Sommer (hoffentlich kommt der bald!)

Erdäpfelsuppe mit Champignons und mediterranem Touch

Zutaten für 4 Portionen

  • 6 mittelgroße Erdäpfel
  • 6 Champignons
  • 2 große Zwiebel, eine Knoblauchzehe
  • ein paar getrocknete Tomaten (nicht die, die im Öl eingelegt sind)
  • Dille, möglichst TK, zur Not geht auch getrockneter
  • 1 Liter Gemüsesuppe
  • Salz, frisch gemahlener Pfeffer
  • etwas Pflanzenöl

Die Zwiebel, und die Knoblauchzehe schälen und klein hacken. Die getrockneten Paradeiser in mini Würfelchen schneiden.
Alles in einem geeigneten Topf mit Öl auf kleiner Flamme anschwitzen, das soll nur glasig werden, nicht angeröstet.

In der Zwischenzeit die Erdäpfel schälen und in Würfel schneiden, die Champignons säubern und in feine Scheibchen teilen.

Erdäpfel in den Topf packen, ebenso die Champignons, mit Kräutersalz und frischem Pfeffer würzen und mit der Gemüsesuppe aufgießen.
Suppenglück

Den Topf mit einem passenden Deckel zudecken und die Suppe solange köcheln bis die Erdäpfel gar sind.

Die Dille unterrühren und sofort servieren.

Gefüllte Pasta: Thunfisch – Tomate – Petersilienbutter – Grana Padana

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Hin und wieder packt mich der Ehrgeiz und ich mach Sachen die mir sonst nicht einfallen würden.

Gefüllte Pasta

Aktuell war der Anlass, dass es bei Zorra im Kochtopf, ein von Elena von Heute gibt es,..ausgerichtetes Blogevent gibt. Gefüllte Pasta!

Als halbe Sizilianerin muss ich da mitmachen.
Allgemein bekannt ist, dass ich Teig formen nicht zu meinen Lieblingstätigkeiten zähle, aber ausstechen kann ich gut. Deshalb habe ich zwar gefüllt, aber abseits von den üblichen Tortellini und Ravioli.

Und hier kommt mein Rezept, es ist ein bisschen aufwendig, aber wir wurden belohnt mit köstlichen Teigtaschen mit einer leckeren Fülle aus Thunfisch. Dazu habe ich einfach Petersilien-Knoblauchbutter und gehobelten Grana Padano gereicht. Und natürlich Olivenöl,..wir Italiener lieben das! Und auch wenn ich nur eine halbe bin,..Olivenöl liebe ich auch und für mich passt das fast überall dazu.

Und so geht’s:

Pasta, Thunfisch, Petersilie, Tomaten, Grana Padano

Gefüllte Pasta

Teig:
– 150 g Mehl
–  1 Ei
–  Salz
–  Olivenöl
–  wenn notwendig etwa lauwarmes Wasser

Fülle:
–  60 g in Olivenöl eingelegte getrocknete Tomaten
–  frische Petersilie
–  90 g Thunfisch aus der Dose (ich hab die im eigenen Saft verwendet)
–  Meersalz und Pfeffer

Dazu
– Petersilien-Knoblauchbutter
– Olivenöl
– Grana Padana, frisch gehobelt

Mit Thunfisch gefüllte Pasta
Alle Zutaten für den Teig in einer Schüssel vermischen, sollte der Teig zu fest sein, einfach etwas lauwarmes Wasser zufügen. Der Teig sollte nicht zu weich sein, aber auch nicht zu trocken, schön geschmeidig halt, damit man ihn gut ausrollen kann.
Die Schüssel mit einem Teller abdecken und den Teig eine halbe Stunde ruhen lassen.

Die Fülle ist ratzfatz gemacht, wenn ihr ein gscheites Püriergerät habt.
Einfach alle Zutaten in das Gefäß geben und pürieren, wie fein das sein soll, ist ganz nach eurem Geschmack. Weitere Flüssigkeit ist nicht notwendig, da die in Öl eingelegten Tomaten trotz Abtropfen, reichlich Olivenöl mitbringen. Solltet ihr nur getrocknete Paradeiser verwenden, dann einfach ein Schlücken Olivenöl mit zum Pürieren geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Petersilien-Knoblauchbutter stellt ihr einfach nach Geschmack her.

Die Arbeitsfläche leicht mit Mehl bestreuen. Außerdem einen Teller oder was ihr da habt, damit ihr die fertig ausgestochenen Teigtaschen ablegen könnt.

Den Teig in zwei Hälften teilen und jeden Teil zu einem Rechteck ausrollen, ca. 1 mm dick, meiner ist etwas dicker, aber nur weil ich das lieber mag, wenn das nicht so dünn ist.

Mit einem Teelöffel verteilt ihr auf der ersten Teigplatte die Fülle. Danach kommt der zweite Teil des Teiges darüber und es wird mit Formen ausgestochen. Ich hab diesmal die runden, gezackten Förmchen genommen, Herzen und Vierecke hätt ich auch noch anzubieten 😉 Das wurden bei mir 15 Stück. Die Anzahl kann bei euch variieren, je nachdem wie groß eure Formen sind. Die fertigen Teile auf den bemehlten Teller legen.

Reichlich gesalzenes Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen, alle Teigtaschen einlegen und die Temperatur zurücknehmen, damit das nur noch leise simmert.
Ca. 10 Minuten köcheln lassen (kommt auch drauf an wie dick ihr ausrollt)

Sofort mit der Butter, dem Grana Padano und dem Olivenöl servieren.

Wer Thunfisch mag, wird auch diese gefüllten Köstlichkeiten mögen!

Gefüllte Pasta

Hier könnt ihr noch mitmachen, bis zum 15. März.
Blog-Event CXXVIII - Gefuellte Pasta (Einsendeschluss 15. Maerz 2017)

Backe, Backe,..einfaches Vollkornbrot

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Mein Mann wollte Wurstsalat, Extrawurst war da, aber kein Brot und ich hatte keine Lust extra einkaufen zu fahren.
selbstgebackenes Vollkornbrot

Aber das ist ja hier kein Problem, Mehl und frische Germ ist immer im Vorrat, die Germ (Hefe) kann man übrigens super einfrieren und nach dem Auftauen wie frisch verwenden, und schon war ich in der Küche zugange.

Dieses Brot ist wirklich ganz einfach selbst herzustellen, man braucht keine besonderen Kenntnisse, keine besonderen Zutaten, nur guten Willen.

Bio Vollkorn Kastenbrot

Zutaten für eine rechteckige 30cm lange Form

  • 145 g Weizenvollkornmehl
  • 115 g normales glattes Mehl
  • 10 g erweichte Butter oder Olivenöl
  • 7 g Salz
  • 1/2 Würfel frische Germ (21 g) oder die entsprechende Menge Trockenhefe
  • 80 ml Wasser und 100 ml frische Milch, alles lauwarm
  • etwas flüssige Butter zum Bestreichen

Die Form gut ausbuttern oder ein Stück Backpapier mit Butter bestreichen.

Alle Zutaten für das Brot gut verkneten, und mindestens eine Stunde zugedeckt bei Zimmertemperatur stehen lassen. Länger schadet nicht, das funktioniert auch über Nacht im Kühlschrank. Dann muss man den Teig aber bei Zimmertemperatur eine Stunde vor dem Backen aus dem Kühlschrank holen .

Den Teig in vier Teile zerteilen und jedes Stück zu einer Kugel formen und in die Form (ev. mit gebuttertem Backpapier ausgelegt) legen, der Teig reicht genau für eine 30er Form aus.

Nochmal für eine halbe Stunde gehen lassen, nach 20 Minuten das Backrohr auf 200° Ober – Unterhitze vorheizen.

Das Brot mit einem Stück Alufolie zudecken und 30 Minuten backen, danach abdecken und aus der Form nehmen.
Mit weicher Butter bestreichen und auf einem Gitter fertigbacken.
Fertig ist das Brot, wenn es hohl klingt, wenn man am Boden des Brotes anklopft.

Schmeckt sehr lecker, geht ziemlich rasch, und man hat frisches, selbstgebackenes und gesundes Brot.

Vollkornbrot

Die Inspiration für dieses Rezept habe ich mir hier geholt, ich habe aber wie immer umgemodelt, nach meinen Vorstellungen und die Flüssigkeitsmengen angepasst.

63. Gastbeitrag: Topfenknödel mit Hollerkoch

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Lang lang ist es her seit ich hier das letzte Mal etwas gepostet habe….. Die „Durststrecke“  😉 ist nun vorbei und in unregelmäßigen Folge werde ich wieder hier auf Sinas Blog Rezepte vorstellen.

Von meiner Mama hatte ich wunderbares selbst gemachtes Hollerkoch bekommen. Sie bereitet es fast genau so zu wie Sina.
Dazu passen Topfenknödel sehr gut.

Dieses Mal stelle ich euch ein Topfenknödelrezept vor, welches zur Lockerung würfelig geschnittenen Striezel bzw. Brioche enthält.

Weitere Topfenknödelrezepte findet ihr hier (Rezeptur ohne Mehl) und hier (zum Füllen geeignet).
Wir hüllen die Knödel gerne in knusprige Butterbrösel die nach Lust und Laune mit Gewürzen und geriebenen Nüssen gepimpt werden können. Anleitung zu Knusperbrösel findet Ihr in den verlinkten Rezepten.

topfenknoedel20

Topfenknödel

Für ca. 12 kleine Dessertknöderl:

– 75 g Butter, zimmerwarm
– 2 Eier, mittel
– 1 Prise Salz
– 200 g Topfen (DE Quark), bevorzugt 20 %
– 125 g Sauerrahm (DE Saure Sahne)
– 75 g Mehl, bevorzugt griffig (DE Wiener Grießler)
– 50 g Weizengrieß
– fein abgeriebene Schale einer halben Zitrone
– 90 g Brioche od. Striezel; Reste, trocken in  ca. 1/2 cm Würferl geschnitten

Butter mit dem Salz schaumig rühren und nach und nach die Eier unterrühren. Restliche Zutaten bis auf die Striezelwürfel zugeben und verrühren. Zum Schluss die Striezelwürfel vorsichtig unterheben. Sie sollen dabei nicht „zermanscht“ werden.
Den weichen Teig mindestens eine Stunde im Kühlschrank rasten lassen – besser länger. Das Mehl und der Grieß benötigen Zeit zum Quellen und festigt dabei den Teig.

Aus der Masse mit feuchten Händen kleine Knödel formen und in kochendes (leicht gesalzenes) Wasser einlegen. Hitze reduzieren und 15 Minuten ziehen lassen.

Ich koche vorher immer ein Probeknöderl. Ist die Masse zu fest noch etwas Sauerrahm oder Topfen unterheben, ist sie zu weich etwas Grieß und/oder Mehl unterrühren (rasten lassen!).

Aschermittwoch: Matjessalat mit roten Bohnen und Apfel

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Matjes Salat mit Bohnen und Apfel

Nicht, dass mich das Ende des Faschings irgendwie tangiert, dennoch,..ich werde mich wieder in Fastenzeiten üben. Nicht, dass ich nix mehr esse, oder gar nicht mehr koche. Aber mein Mann und ich essen einfach immer viel zu viel, weils gut schmeckt, weil wir nix „überlassen“ wollen ja, und da fallen mir sicher noch ein paar Gründe ein,mal kürzer zu treten.

Wir werden also verstärkt darauf achten, Fleisch eher als Beilage anzusehen und die Gemüse- oder andere Beilagen zum Star auf unserem Teller zu machen.

Am Aschermittwoch gibt’s traditionellerweise Heringsschmaus, ich würde am liebsten jedes Jahr in ein Lokal gehen und mich dort am Buffet bedienen. Das Problem dabei ist, mein Mann ist kein Fan von derartigen Genüssen, ich hab euch eh erzählt, am liebsten isst er Filets vom Fisch, oder auch Thunfisch- oder Sardinendosen. Seufz.

Was bleibt mir also übrig, ich werde selber tätig oder ich finde noch jemanden, der heute Abend mit mir Heringsschmaus essen geht,…also wenn ihr wen kennt, der mich mitnimmt, dann verweist ihn/sie doch zu mir!

Matjessalat

Zutaten für 2 Portionen
– 250 g in Öl eingelegte Matjesfilets
– 2 Schalotten, wenn vorhanden etwas Lauch für die Deko
– 1 kleine Dose rote Bohnen (Doooooooooosenfutter!)
– 1 kleiner Apfel, eher süßlich, ich hatte einen Golden Delicious
– Essig nach Geschmack, Salz nach Geschmack, etwas frisch gemahlener Pfeffer
– 130 g Sauerrahm
– (alternativ eine Mischung aus Mayonnaise und Joghurt)

  • Pro Portion ein gekochtes Ei.

Die Schalotten in kleine Würfelchen hacken, ebenso den Apfel. Wer mag lässt die Schale dran, meine habe ich abgemacht.
Die Fische in Streifen schneiden.
Die Bohnen über einem Sieb abtropfen lassen und gut abwaschen.

Sauerrahm mit dem Essig und den Gewürzen gut vermischen.

Dann alle Zutaten außer den gekochten Eiern in eine große Schüssel geben und gut durchrühren. Abschmecken und für ein paar Stündchen, noch besser über Nacht durchziehen lassen.

Vor dem Servieren, unbedingt nochmal abschmecken. Wer mag dekoriert mit Lauch, frische Dille tät’s auch tun, die hab ich aber nicht gehabt.

Wenn ihr keinen Apfel daheim habt, dann kann man auch eine Orange verwenden, aber irgendwas Fruchtiges sollte unbedingt dabei sein.

Oder ihr schaut euch dieses Rezept für einen fruchtigen Matjessalat aus 2015 an, das war auch sehr gut:
fruchtiger-matjessalat

Genuss in rot-weiß-rot: Faschingskrapfen

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Genuss in rot-weiß-rot?? Was ist das denn wieder fragt ihr euch sicher.

Einige österreichische Bloggerinnen, und da freue ich mich sehr dabei sein zu dürfen, werden ab sofort in unregelmäßigen Abständen gemeinsam backen und kochen.
Gerichte die für uns Österreicher typisch sind, oder die zumindest hier in Österreich jedes Kind kennt.

Genuss in rot-weiß-rot

Wir stehen für Genuss in rot-weiß-rot

Susi, die Turbohausfrau
Christina, the Apricotlady
Friederike, die mit dem Fliederbaum
Maria, das Mädel vom Land
Verena von Verena kocht (dieses Mal noch nicht mit dabei)

Ja und was kennt und liebt jedes Kind und auch wir Erwachsenen in Österreich zur Faschingszeit?
Faschingskrapfen!

Ihr findet heute also bei uns verschiedene Ideen zum Thema Faschingskrapfen!

Mein Rezept ist für Erwachsene, ich gebs gleich zu, es ist Rum im Teig und ich habe die selbstgemachte Marillenmarmelde mit einem Schlückchen Wachauer Marillenlikör verfeinert.

Essen Kinder mit, ersetzt den Rum durch eine andere Flüssigkeit, zum Beispiel mehr Milch, und den Likör lasst ihr ganz weg und verwendet die pure Marillenmarmelade.

Mein Rezept habe ich aus dem Kochbuch Die Österreichische Küche und es ist von Ingrid Pernkopf.

Ich habe diesmal nichts am Rezept verändert, nur die Eiermenge angepasst, da ich nur das halbe Rezept gebacken habe, macht ihr die doppelte Menge nehmt ihr nicht zwei ganze Eier sondern ein ganzes Ei und einen Dotter extra dazu.

Faschingskrapfen

Zutaten für ca. 10 Krapfen
– 250 g glattes Mehl
– 10 g frische Germ (oder die entsprechende Menge Trockengerm)
– eine Prise Salz
– 1 ganzes Ei
– 150 ml lauwarme Milch
– 20 g geschmolzene Butter
– 5 g Feinkristallzucker
– 15 ml Rum oder Obstler (ich Rum 80%)

  • hausgemachte Marillenmarmelade, alternativ Schokocreme oder Vanillecreme, oder was immer ihr wollt, der österreichische echte Faschingskrapfen hat Marillenmarmelade als Füllung.
  • Reichlich Fett zum Herausbacken, die Krapfen sollen schwimmen
    Ich habe Öl verwendet, man kann aber auch Butterschmalz, Kokos- oder Erdnussfett verwenden.
  • Staubzucker zum Bestreuen, bei mir ist der immer mit selbstgemachtem Vanillezucker vermischt.

Das Rezept geht wieder ganz einfach, ihr nehmt alle Zutaten und vermischt sie erst, danach knetet ihr das gscheit entweder mit der Küchenmaschine, mit dem Mixer oder old School mit den eigenen Händen.

Ich empfehle den Einsatz zumindest eines Mixers, der Teig ist ziemlich weich und lässt sich mit den Händen nur bedingt gut kneten, aber das gehört so, schließlich sollen die Krapfen fluffig und nicht fest werden.

Krapfen<

Den Teig danach in abdecken und eine halbe Stunde aufgehen lassen.

Danach  den Germteig aus der Schüssel nehmen und ein paar Mal zusammenschlagen, dann kommt er wieder zurück und wird wieder für eine halbe Stunde in Ruhe gelassen.

Der Teig sollte sich insgesamt verdreifacht haben, bei mir tät ich fast sagen vervierfacht, aber so genau konnte ich noch nie schätzen.

Jetzt teilt den Teig in 50-55 g schwere Stücke und schleift diese zu Kugeln.
Im Rezept stehts anders, aber nur weil es da Bauernkrapfen werden, die sind insgesamt größer und werden nicht gefüllt, sondern anders geformt und bekommen in die Mitte einen Klecks Marmelade, aber außen, nicht wie bei den Krapfen innen.

Tipp im Buch, den ich klasse fand: diese Kugeln auf ein mit etwas Öl bestrichenes Backblech legen, legt man sie auf ein bemehltes verunreinigt sich das Fett dann viel zu schnell und es wird schnell ganz dunkel, und das stimmt, meines war ganz klar nach dem Rausbacken, so konnte ich es aufheben und mein Mann schrie sofort das er Schnitzel haben will, wenn ich schon soviel Öl habe und österreichisches bloggen will.

Faschingskrapfen

Jetzt nehmt ihr ein Glas oder was anderes mit einem glatten Boden, bemehlt das gaaaanz leicht und drückt damit leicht  auf jede Kugel, damit das ein bissal flacher wird.

Die Krapfen dürfen nun nochmal 30 Minuten gehen, sie werden also wieder zugedeckt.

So schnell der Teig zusammengeknetet ist, aber die Aufgehzeiten braucht er, der Germteig.

Nun stellt einen großen Topf oder eine hohe Pfanne auf den Herd, und füllt ordentlich Öl hinein, das wird auf 165-175° erhitzt, wer wie ich keinen Thermometer hat, den man ins heiße Fett hängen kann, machts wie ich: ein kleines Futzelchen Teig ins Fett werfen, fangt das zu zischen an, ist die Temperatur erreicht.

Jeder Krapfen wird nun 2-3 Minuten auf jeder Seite rausgebacken.

Holt sie mit einem gelochten Schöpflöffel raus und legt sie auf ein Backgitter, dass ihr mit Küchenrolle auslegt. Da wird noch überschüssiges Fett aufgesaugt.

Nach dem Erkalten füllt ihr die Marmelade in eine Tortenspritze (Garnierspritze), nehmt dazu diese ganz lange dünne Tülle, damit kommt die Marmelade am leichtesten in die Mitte des Krapfens.

Ich konnte nicht warten und hab die schon lauwarm befüllt, weil ich unbedingt einen verkosten musste.
Hausgemachte Krapfen mit hausgemachter Marillenmarmelade

Und jetzt geh ich lesen, was meine Kolleginnen so Köstliches gebacken haben, ich bin sehr gespannt auf ihre Rezepte, ihr auch?

Ansonsten: Solltet ihr Fasching feiern, viel Spaß dabei, ich persönlich begnüge mich damit, Krapfen zu essen und zu backen.

Genuss in rot-weiß-rot

Frühling trifft Winter – Bärlauch und Kohlsprossen

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Man merkts oder?
Ich bin aktuell dabei meine Vorräte, und zwar die aus dem Tiefkühler, abzuarbeiten.
Schließlich kommt der nächste Bärlauch ganz bestimmt bald und je eher ich Platz schaffe, desto schneller wächst der, oder ist das nicht so?
Naja,..ich hoffe ich ernte wieder reichlich.
spring meets winter

Was ich letztes Jahr gemacht und eingefroren habe, war zum Beispiel Bärlauchbutter, da habe ich einfach frischen Bärlauch roh mit dem Pürierstab gehäckselt und mit Butter und Salz vermischt, in gut verschließbaren Dosen hält das gut.

Ja und dann hatte ich Lust auf Kohlsprossen, Nudelreste schlummerten im Kühlschrank und ich dachte, da müsste doch die Bärlauchbutter perfekt dazupassen? Ich kanns ja verraten, ja es passt super dazu!

Geht eigentlich ganz einfach, und so geht’s:

Pasta mit Kohlsprossen und Bärlauchbutter

Zutaten für 2 Personen

  • 300 g frische  Kohlsprossen
  • Nudelreste oder man kocht frische
  • 100 g Bärlauchbutter
  • 1 kleine Zwiebel
  • eventuell Salz und Pfeffer
  • 1 Essl. Öl

Die Kohlsprossen waschen und gut putzen. Zwiebel schälen und fein hacken.
Dann kommen die Zwiebel und die Kohlsprossen gemeinsam in eine Pfanne mit Öl und werden geröstet.
Ich mag das eher knackig, das dauert auch nicht allzu lange, man kann die Pfanne auch teilweise abdecken, dann geht’s noch schneller.
Wer keine Nudelreste hat, kocht jetzt nach Bedarf Nudeln nach Wahl.

Die fertigen Nudeln mit in die Pfanne geben und die Bärlauchbutter zugeben, wenn die geschmolzen ist, sind auch die Nudeln heiß. Eventuell mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Ein köstliches Restlessen, wobei sich auch auszahlt dazu Nudeln frisch zu kochen.

Dank dem Hamstergen: Heidelbeerstrudel

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Ich kanns ja gar nicht oft genug betonen, manchmal ärger ich mich über mein Hamstergen, aber die meiste Zeit, grad jetzt wo es so wenig Frisches gibt, bin ich doch recht froh darüber.

Ich friere im Sommer alles ein was mir unter die Finger kommt, als ich dann im Spätsommer beim Spar Bio Heidelbeeren gesehen habe, habe ich mich eingedeckt und einiges bevorratet. Ich hab ja schon den Topfenkuchen mit Heidelbeeren gemacht und jetzt gelüstete es mich nach Strudel.
Strudel geht bei uns ja immer, ob süß oder herzhaft, mach ich welchen ist mein Mann im Strudelhimmel und ich auch. Außer es ist Topfen dabei, dann bin nur ich im Himmel.
Heidelbeerstrudel

Aber hier kommt mal das Rezept für diesen wunderbaren Strudel mit Heidelbeeren.

Selbstgemachter Strudel mit Heidelbeeren

Zutaten für 1 Strudel (gebacken in einer 30 cm länglichen Form)

Teig:
–  100 g glattes Mehl
–  1 Prise Salz
–  20 ml neutrales Öl, zb Sonnenblumenöl
–  50 ml lauwarmes Wasser

Alle Zutaten mit der Hand zu einem geschmeidigen Teig kneten und für eine halbe Stunde zugedeckt rasten lassen.

 

 

Fülle:

  • 500 g Heidelbeeren
  • 35 g Butter
  • 70 g Semmelbrösel
  • 50 g Zucker,  oder nach Geschmack

 

Die Butter in einem Topf erweichen und die Brösel hinzufügen, solange anrösten bis die Brösel eine schöne Farbe annehmen.

Die gerösteten Brösel abkühlen lassen.

Nun wird der Zucker mit den Heidelbeeren und den Bröseln gut vermischt.

Ein Stück Backpapier  mittig mit flüssiger Butter bestreichen.

Backrohr auf 180° Ober-Unterhitze vorheizen.

Ein Strudeltuch auf der Arbeitsfläche ausbreiten und mit Mehl bestäuben.
Erst mit dem Nudelholz, dann mit den Händen den Teig ausziehen, wie immer man sollte eine Zeitung lesen können, die man darunter legen würde.

Jetzt die Fülle auf dem Teig verteilen und mittels des Strudeltuchs einrollen, die Enden zusammendrehen und den Rest runterschneiden. Nun hieven wir das Ganze auf das gebutterte Backpapier und packen das  in die längliche Form. Das hat den Sinn, dass der Strudel die Form behält.

Ca. 1 Stunde backen, möglicherweise weicht eure Backzeit etwas ab, der Strudel soll eine schöne hellbraune Farbe haben.
Selbstgemachter Heidelbeerstrudel

Und dann entweder gleich warm anschneiden, anzuckern und genießen, oder auch warten bis er abgekühlt ist, der Strudel,..das schaff ich aber nie.

Kochen ohne Fix Packerl: Hausgemachte Jägersauce

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Jedes Mal wenn ich durch den Supermarkt schlendere, wundere ich mich, dass die Regalmeter mit Fertigprodukten immer länger werden. Es scheint aber schon so zu sein, dass diese Fixtütchen, Dosenfertigessen und weitere Schmankerl reißenden Absatz finden. Warum sonst wird das Angebot immer größer und nix ist sicher vor der Verfixung.
Zutaten Jägersauce

Mit wirrettenwaszurettenist bin ich ja mit meinen lieben Foodblogger Kollegen eh immer am Aufzeigen wie man das meiste selbst einfach herstellen kann.

Heute kümmer ich mich ganz alleine um die Jägersauce.
In irgendeiner Kochsendung hab ich gesehen, was da alles reinwandern kann und mich mit Grauen abgewendet, bitte wer braucht Pulverchen und Mehl!! in so einer Sauce?

Ich zeige euch heute wie man das ganz ohne Fix Produkte selbst machen kann und es schmeckt wirklich super!

Ich habe eine größere Menge gekocht, es ist was übriggeblieben, und das habe ich meinem Tiefkühler anvertraut.
Jägersauce

Jägersauce – selbstgemacht und köstlich!

Zutaten für ca. 700 ml Sauce

  • 300 g durchzogenen Speck im Ganzen
  • 300 g frische Champignons
  • 2 Zwiebel, 2 Schalotten und 1 Knoblauchzehe
  • 2 Esslöffel Tomatenmark
  • Paprikapulver, geräuchert, scharf oder mild
  • ein Hauch Currypulver
  • Salz, Majoran und etwas gemahlener Kümmel
  • 250 ml trockenen Rotwein (wenn ohne Alkohol gekocht wird, dann Gemüsefond verwenden)
  • 150 ml Gemüsefond
  • 1 Teelöffel Schmalz oder Öl
  • ein kleines Stückchen Butter
  • optional: getrocknete Schwammerl, egal welcher Art, klein zerbröselt

Die Zwiebel, Schalotten und den Knoblauch schälen und in Würfelchen schneiden.
Den Speck von der Schwarte befreien und ebenfalls in Würfelchen schneiden.
Die Champignons putzen, und in nicht all zu dünne Scheiben teilen, ich hatte relativ große und hab die einfach in Achteln geteilt.

Das Öl in einer ausreichend großen Pfanne erhitzen und Zwiebel, Schalotten und Knoblauchwürfelchen darin andünsten, die sollen nicht all zu viel Farbe nehmen.
Den gewürfelten Speck dazugeben und mit anbraten.
Jetzt kommt das Tomatenmark und die Gewürze dazu. Ordentlich, aber nur kurz durchrühren, sonst wird der Paprika bitter.
Rotwein und Gemüsefond mischen und die Sauce damit aufgießen. Auf kleiner Flamme einköcheln (reduzieren) lassen, bis die Sauce eine schöne sämige Konsistenz hat. Jetzt kommt die Butter und der Honig dazu, dann anrichten und genießen. Wer mag gibt jetzt noch die getrockneten, ganz klein zerbröselten Schwammerl dazu.
hausgemachte Jägersauce

Wozu passt das nun? Ich habs einfach zu gekochten Nudeln ohne weitere Zugabe gegessen, mein Mann hat die Sauce mit einem kurz gebratenen Hühnerschnitzel mit Nudeln gegessen.
Pasta mit Jägersauce

Im Nachbarland wird das gern auf paniertes Schnitzel gegeben, das kommt aber für mich nicht in Frage, wäre schade um die knusprige Panier von so einem Schnitzelchen.

Auf jeden Fall, die Arbeitszeit hat ca. 20 Minuten gedauert, das Einköcheln nochmal gut eine halbe Stunde. In nicht mal einer Stunde hat man also so eine köstliche Sauce ohne dass man ein Fertigprodukt verwendet. Wenn man mal vom Speck und dem Tomatenmark absieht, das habe ich natürlich nicht selbst hergestellt.

Günstiger ist es insofern, dass wir ja eine ziemlich große Menge haben und den Vorrat damit aufstocken können.

Es spricht also alles für eine selbst angesetzte Jägersauce!