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Im April war ich ja auf den Liparischen Inseln, die liegen unmittelbar neben Sizilien, was natürlich auch auf die Küche da einen Einfluss hat.

Caponata kenne ich mein Leben lang, aber das ist wieder sowas was nur meine sizilianische Oma gekocht hat, meine Mama dann nie, weil mein Papa jetzt nicht so begeisterter Gemüsefan ist, naja er mag schon Gemüse, aber Fleisch sollte bitte doch schon dabei sein.

Antipasti, Caponata

So geriet die irgendwie in Vergessenheit. Bis ich letztes Jahr in Palermo war und meine Mama so eine Caponata bei ihrer Vorspeise dabei hatte. Das war in diesem Restaurant. Die hat zwar gut geschmeckt aber nicht so wie die von Oma und wie ich mich erinnere. Also verschwand Caponata wieder von meiner Will ich kochen Liste.

Dieses Jahr hatten wir in Lipari eine sizilianische Reiseleiterin und die erzählte mir dass ihre Mama so gut kocht und vor allem ihre Caponata sei so herrlich!

Haaaaaa! Bleistift und Notizbuch geschnappt und gelauscht.

Anders als ich öfter lese sind in diesem Rezept keine Rosinen dabei, wären sie es, hätte ich sie sowieso weggelassen.
Was ich noch weggelassen habe sind die Stangensellerie, weil ich die vergessen habe zu kaufen, dafür habe ich 4 braune Champignons resteverwertet. Ansonsten habe ich mich an die Angaben gehalten, die ich auf Lipari erhalten habe.

Wichtig bei Caponata: Das Gemüse darf keinesfalls gemeinsam in die Pfanne mit Olivenöl geworfen und gedünstet werden, sondern es muss jede Gemüsesorte extra in Olivenöl zubereitet werden.

Dann soll man das fertige Caponata keinesfalls gleich essen (was ich nicht beachtet habe, ich habs sofort verkosten müssen, sonst hätt ich auch kein Bild). Und dann soll das Gemüsegericht mindestens 24 h im Kühlschrank durchziehen dürfen. Das habe ich mit dem Rest von meinem Gekochten auch gemacht.

Kalt schmeckt das wirklich nochmal anders, intensiver, die Kräuter können sich entfalten und ihr Aroma verbreiten.

Sizilianische Caponata

Zutaten für zwei Hauptspeisenportionen oder vier Vorspeisen

Alle Zutaten sind im geputzten Zustand gewogen.
– 30 g rote Paprika
– 80 g gelbe Paprika
– 150 g Melanzani
– 300 g Paradeiser (wer mag enthäutet)
– 100 g Zucchini
– 100 g Champignons
– 120 g Zwiebel
– 100 g Oliven
– 30 g Kapern (hier liparische, in Salz eingelegte) + ein paar zur Deko
– 100 g gekochte Erdäpfel

– reichlich gutes Olivenöl
– Salz und Pfeffer
– 4 Esslöffel Weißweinessig
– 1 Teelöffel Zucker
– frischer Oregano
– frische Salbeiblätter

Caponata
Den Zucker mit dem Weißweinessig vermischen, der soll sich auflösen.

Olivenöl in eine große Pfanne geben und auf kleiner Flamme erhitzen.

Die gelbe und rote Paprika würfeln und im Öl sanft solange dünsten bis die Paprika Biss haben aber nicht mehr hart. Danach in einer großen Schüssel beiseite stellen.

Zwiebel, Zucchini, Champignon und Melanzani ebenso würfeln und in der Pfanne andünsten. Olivenöl auffüllen, und damit nicht geizen. Wenn das Gemüse fertig ist, zu den Paprikas in die Schüssel geben.

Oliven mit den Kapern, Salbeiblättern und abgerebelten frischem Oregano, sowie den Erdäpfeln sind als nächstes dran fürs heiße Olivenölbad. Oliven und Erdäpfeln wie das andere Gemüse klein schneiden. Das aber nur ganz kurz, dann dürfen sie zum restlichen Gemüse in die Schüssel.

Jetzt werden die Paradeiser ebenfalls in kleine Würfel geschnitten und im Olivenöl angebraten, solange bis sie nicht mehr „safteln“.

Jetzt kommt der Inhalt der Schüssel wieder in die Pfanne, die Essig Zuckermischung wird gut untergemischt.

Auf einem Teller servieren, mit ein bissal Olivenöl und ein paar Kapern sieht das hübsch aus.

Der Rest kommt in ein dicht schließendes Gefäß und bleibt 24 h im Kühlschrank.

Zum Kalt essen empfehle ich Weißbrot, am besten Ciabatta 😉

Caponata

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