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Heute verlasse ich die perfekte Foodblogger Welt, wo immer alles funktioniert, die Bilder toll sind und alle Rezepte gelingsicher und mit Leichtigkeit nachzumachen.

Was bleibt: Aufstehen, Krone richten und weitermachen!
Aber lest selbst, was alles passieren kann, trotz guter Planung:

Der Plan war: ein Balkan Menü für meine Gäste* zu machen.

Wie das mit Plänen so ist, die funktionieren nicht immer, aber diesmal ist viel schief gegangen, und sowas passiert nur, wenn man Gäste hat, niemals wenn man für den Ehemann und sich für ein trautes Abendessen kocht.

Es sollte Burek mit Spinat, Bärlauch, Feta und Schinken geben, das hat auch gut funktioniert und wirklich super geschmeckt.
Foto zu machen, habe ich vergessen, die Susi Turbohausfrau hat aber fotografiert vielleicht spendet sie mir das, dann füge ich das vom fertigen Essen noch ein.
Krautsalat und Karottensalat dazu, das war echt köstlich!
Krautsalat
Da kommt schon das Bild:
Spinat, Bärlauch, Schafskäse, Schinken Burek

Hauptspeise:
Pljeskavica, wie man sie vom Balkan kennt.
Das Ergebnis hat mir gut geschmeckt, meinem Mann nicht so gut, und die Gäste trauten sich wohl nix zu sagen gg.

Mein Rezept erforderte Schweine- und Rindfleisch, das zweimal durch den Wolf gedreht wird.
Also habe ich mein Bio Rind vom Jungrind genommen und noch frisches Schweinefleisch dazu gekauft.
Und dann das Drama mit Mamas Fleischwolf..ich glaub ich habe eine Stunde gwolft, weil sich immer was in der Scheibe verhängt hat, und das obwohl da gar kein Fett dran war oder gar Flaxen. Dieser Fleischteig wurde dann gewürzt und durfte über Nacht stehen.
Dann formt man die Pljeskavica.
Balkan food
Die sahen ja schon so aus, wie sie sein sollten.
Der Plan war, sie mit der Grillfunktion im Backofen zu grillen.
Was nicht funktionierte,..ein Drama, die bekamen keine Farbe, so habe ich sie kurzerhand aus dem Backofen geholt und in meinen Pfannen fertiggebraten. Von den fertigen hab ich kein Foto, ich war einfach nur froh dass die Dinger endlich bei Tisch waren.
Susi hat die aufgenommen:
Balkan food

Dazu gabs Avjar und ein bosnisches Pogaca.

Zum Dessert!
Das nächste Drama!
Der Plan:
Čupavci und dazu ein weißes Schokoladenmousse.
Die Kokoswürfel habe ich in Mini Format gemacht und die waren wirklich köstlich.
Aber das Mousse! Obwohl ich es am Vortag gemacht habe und 24 h gekühlt, ist das Zeugs net fest geworden und beim Servieren auf den Tellern fröhlich vor sich hingeronnen…schrecklich, mir wars auch noch zu süß, ich hab den Rest eingefroren und ich hoffe als Eiskugel im Espresso kommt diese Peinlichkeit besser zur Geltung.
Pleiten, Pech und Pannen in der Küche

Noch kurz zum Pogaca, da habe ich ein Rezept auf Chefkoch gefunden und auch verwendet, ABER schon bei der Teigherstellung gemerkt, das da was mit den Mengen nicht passen kann. Ich habe also mehr Flüssigkeit verwendet, beim Backen habe ich dann bemerkt, dass das in der Form gebacken zwar nett aussehen wird, aber nie durch werden wird, da zu hoch und zuviel Teig für die Form:
Pogaca - bosnisch

Der Clou bei diesem Brot, es wird auch am Vortag vorbereitet, vor dem Backen wird der Teig ähnlich wie Blätterteig mit weicher Butter bestrichen und gefalten und das ein paar mal.

Vom Geschmack her, fand ich es echt toll, aber als ich es nach einer Zeit aus der Form holen wollte um es ohne weiterzubacken, damit es endlich fertig wird, fiel mir das Ding in zwei Teile.
Statt der angegebenen 40 Minuten Backzeit, hat meines über eine Stunde gebraucht und es hätte noch ein paar Minuten vertragen. Die Salzmenge war viel zu gering,..da habe ich dann abgeholfen und oben beim Backen bei jedem Einstreichen mit Butter noch etwas Meersalz dazu gepackt.
Also geschmacklich top, aber das Rezept verlinke ich nicht, da es so wie beschrieben nicht funktioniert.

Eventuell kann es am Mehl liegen, bosnisches weißes Mehl ist sicher anderes als das was man hierzulande bekommt.

Und dann bin ich noch draufgekommen, dass ich das Kajmak, dass ich extra besorgt habe, vergessen habe zu servieren. Tja…jetzt muss ich alleine testen ob das so schmeckt wie in Bosnien.

Und weil wirklich alles schief gehen kann, wir haben vergessen den Aperitif zu servieren, und als ich ihn nach dem Hauptgang serviert habe, bin ich draufgekommen, dass ich statt dem geplanten Uhudler Frizzante einen trockenen rose Sekt eingekühlt habe. Uns hat er zwar geschmeckt, bei unseren Gästen kam er gar nicht gut an.

Also, Quintessenz: Lasst euch ja nicht von mir einladen.

Kommentar vom Mann: alles essbar aber alles ausbaufähig. Ein Glück dass er sich nicht scheiden lässt, so kurz vor unserem 24. Hochzeitstag!

* Sina nach dem Post verreist ins Schämmichland – Rückkehr ungewiss

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