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Jedes Mal wenn ich durch den Supermarkt schlendere, wundere ich mich, dass die Regalmeter mit Fertigprodukten immer länger werden. Es scheint aber schon so zu sein, dass diese Fixtütchen, Dosenfertigessen und weitere Schmankerl reißenden Absatz finden. Warum sonst wird das Angebot immer größer und nix ist sicher vor der Verfixung.
Zutaten Jägersauce

Mit wirrettenwaszurettenist bin ich ja mit meinen lieben Foodblogger Kollegen eh immer am Aufzeigen wie man das meiste selbst einfach herstellen kann.

Heute kümmer ich mich ganz alleine um die Jägersauce.
In irgendeiner Kochsendung hab ich gesehen, was da alles reinwandern kann und mich mit Grauen abgewendet, bitte wer braucht Pulverchen und Mehl!! in so einer Sauce?

Ich zeige euch heute wie man das ganz ohne Fix Produkte selbst machen kann und es schmeckt wirklich super!

Ich habe eine größere Menge gekocht, es ist was übriggeblieben, und das habe ich meinem Tiefkühler anvertraut.
Jägersauce

Jägersauce – selbstgemacht und köstlich!

Zutaten für ca. 700 ml Sauce

  • 300 g durchzogenen Speck im Ganzen
  • 300 g frische Champignons
  • 2 Zwiebel, 2 Schalotten und 1 Knoblauchzehe
  • 2 Esslöffel Tomatenmark
  • Paprikapulver, geräuchert, scharf oder mild
  • ein Hauch Currypulver
  • Salz, Majoran und etwas gemahlener Kümmel
  • 250 ml trockenen Rotwein (wenn ohne Alkohol gekocht wird, dann Gemüsefond verwenden)
  • 150 ml Gemüsefond
  • 1 Teelöffel Schmalz oder Öl
  • ein kleines Stückchen Butter
  • optional: getrocknete Schwammerl, egal welcher Art, klein zerbröselt

Die Zwiebel, Schalotten und den Knoblauch schälen und in Würfelchen schneiden.
Den Speck von der Schwarte befreien und ebenfalls in Würfelchen schneiden.
Die Champignons putzen, und in nicht all zu dünne Scheiben teilen, ich hatte relativ große und hab die einfach in Achteln geteilt.

Das Öl in einer ausreichend großen Pfanne erhitzen und Zwiebel, Schalotten und Knoblauchwürfelchen darin andünsten, die sollen nicht all zu viel Farbe nehmen.
Den gewürfelten Speck dazugeben und mit anbraten.
Jetzt kommt das Tomatenmark und die Gewürze dazu. Ordentlich, aber nur kurz durchrühren, sonst wird der Paprika bitter.
Rotwein und Gemüsefond mischen und die Sauce damit aufgießen. Auf kleiner Flamme einköcheln (reduzieren) lassen, bis die Sauce eine schöne sämige Konsistenz hat. Jetzt kommt die Butter und der Honig dazu, dann anrichten und genießen. Wer mag gibt jetzt noch die getrockneten, ganz klein zerbröselten Schwammerl dazu.
hausgemachte Jägersauce

Wozu passt das nun? Ich habs einfach zu gekochten Nudeln ohne weitere Zugabe gegessen, mein Mann hat die Sauce mit einem kurz gebratenen Hühnerschnitzel mit Nudeln gegessen.
Pasta mit Jägersauce

Im Nachbarland wird das gern auf paniertes Schnitzel gegeben, das kommt aber für mich nicht in Frage, wäre schade um die knusprige Panier von so einem Schnitzelchen.

Auf jeden Fall, die Arbeitszeit hat ca. 20 Minuten gedauert, das Einköcheln nochmal gut eine halbe Stunde. In nicht mal einer Stunde hat man also so eine köstliche Sauce ohne dass man ein Fertigprodukt verwendet. Wenn man mal vom Speck und dem Tomatenmark absieht, das habe ich natürlich nicht selbst hergestellt.

Günstiger ist es insofern, dass wir ja eine ziemlich große Menge haben und den Vorrat damit aufstocken können.

Es spricht also alles für eine selbst angesetzte Jägersauce!

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