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Natürlich war ich nicht wirklich im kulinarischen Wunderland, leider…
Aber Alice, meine Bloggerkollegin, deren Blog Alice im kulinarischen Wunderland ich gerne lese, hat ein Rezept für schlesischen Mohnkuchen veröffentlicht. Ich hab das am Abend auf Instagram gesehen und nach geistiger Durchsuchung meiner Vorräte sofort beschlossen, den muss ich nachmachen.

Kleines Problem, mein Mann isst Mohn nur in Spurenelementen, sprich ein kleiner Anteil irgendwo drinnen ist ja ok, aber nicht ein ganzer Kuchen..so einen Wochenendkuchen würde er mir sehr übelnehmen.
Mohnkuchen

Aber gottseidank war Plan B sofort zur Hand, außer Mohn habe ich auch schon Nüsse gekauft und die zu mahlen und zu einer Nussfülle zu verarbeiten war ja naheliegend.
Nusskuchen

Wenn ihr original schlesischen Mohnkuchen haben wollt, bitte klickt bei der Alice rein, ich habe nämlich so wie es meine Art ist, am Rezept geschraubt. Aber nur bei den Füllungen, den Teig habe ich komplett übernommen und das solltet ihr auch machen, ich hab selten soo einen guten Germ/Hefeteig gegessen, und so leicht zu verarbeiten, da pickte nix, ich musste nichtmal das Nudelholz und die Arbeitsfläche bemehlen, der Teig ist ein Wunderteig.

Aber nun zum Rezept für meinen Nusskuchen und den Mohnkuchen

Für den Teig, der reicht für ein Blech oder zwei 26er Tortenformen
– 300 g Mehl
– 60 g erweichte Butter
– 60 g Zucker
– 90 ml lauwarme Milch
– 15 g frische Germ oder die entsprechende Menge Trockenhefe
– 1 Prise Salz
– 1 Ei
– Abrieb je einer halben Bio Zitrone und einer halben Bio Orange

Alle Zutaten zu einem geschmeidigen Germteig verkneten und für eine halbe Stunde zugedeckt kühl stellen. Bei mir durfte der Teig über eine Stunde kühlen, da meine Füllungen noch nicht fertig waren, aber das war alles kein Problem bei diesem Teig.

Streusel:
– 150 g Butter
– 150 g Zucker
– 200 g Mehl
– 1 Teelöffel selbstgemachter Vanillezucker

Butter weich werden lassen und mit den anderen Zutaten zu Streusel verkneten.

 

Nussfülle:
– 350 g gemahlene Walnüsse
– 200 ml Milch
– 100 g Staubzucker
– Saft je einer halben Orange und einer halben Zitrone, Rum nach Geschmack
– 1 Tl. selbstgemachter Vanillezucker

Die Milch erhitzen, Zucker und Nüsse hinzufügen, kurz aufkochen und vom Herd ziehen. Orangen- und Zitronensaft und Rum dazu gießen und abkühlen lassen.

Mohnfülle (OHNE ROSINEN)
– 300 g gemahlener Mohn
– 200 ml Milch
– 60 g Zucker
– 60 g Butter
– 20 g Gries
– 1 großer Esslöffel selbergemachte Marillenmarmelade
– Abrieb je einer halben Bio Zitrone und einer halben Bio Orange
– Saft der Zitrusfrüchte
– Rum nach Geschmack

Milch erhitzen, alle Zutaten bis auf die Zitrussäfte und den Rum hinzufügen, aufkochen lassen, danach vom Herd ziehen und den Rest unterrühren. Abkühlen lassen.
Mohnkuchen aus Hefeteig mit Streusel

 

Jetzt darf der Teig aus seinem Kälteschlaf, wenn ihr nur eine Fülle macht, dann rollt ihr ihn jetzt einfach in Backblechgröße aus. Ich habe den Teig geteilt und je einen  Kreis ausgerollt für den Tortenboden.
Die Böden und Seiten der Tortenformen habe ich nur mit flüssiger Butter ausgepinselt, damit die Kuchen dann schön rausgehen.

Jeden Teigboden in seine Form packen, ohne Ränder aufzustellen, und die Fülle aufstreichen. Abschließend die Streusel darauf verteilen.

Im 180° vorgeheiztem Backrohr (Ober/Unterhitze) ca. 40 Minuten backen, danach noch 10 Minuten auf 190 hochschalten, so bekommt ihr köstliche knusprige Streusel.

An dem Tag wo ich das gebacken habe, war ich im Mohnkuchen Himmel 🙂

Da wir ja auch nicht alles essen konnten, habe ich die Hälften der Kuchen eingefroren, gleich in Stücke geschnitten und gut verpackt, so hat man immer was im Vorrat, wenn keine Zeit zu backen ist.

Danke Alice, für die tolle Idee!

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