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Bevor jetzt die Tierschützer zu Recht aufschreien, mein einbrennter Hund hat gar nix vom Tier drinnen, nichtmal Butter oder Schmalz, die man normalerweise verwendet für dieses Gericht.

Einbrennte Hund ist ein typisches Armeleute Essen, ein Essen dass es am Monatsende gibt, wenn die Haushaltskasse knapp ist und das neue Gehalt erst daherkommt.
Außerdem ist das aber ein Gericht, dass noch dazu ausgezeichnet schmeckt, wenn man gerne deftig isst. Erdäpfelliebhaber werden es lieben, denn die Hauptzutat sind Kartoffeln.

Aja, Sparzeiten, weil ich grad beim Thema bin, den ganzen Jänner versuche ich wieder günstige wohlschmeckende Gerichte zu zeigen, und vielleicht den einen oder anderen Spartipp (küchentechnisch) zu geben. Der Jänner ist ja für viele der Monat wo haufenweise Zahlungen kommen, Versicherungen und Vorsorgen werden abgebucht und wenn man glaubt man ist durch, braucht das Kind einen Haufen Geld weil es mit der Schule auf Skikurs fährt oder Ähnliches. Wenn wer von meinen Bloggerkollegen Lust hat (und hier zufällig mitliest) mag er sich ja vielleicht anschließen. Ich dachte nach den Feiertagen (und meiner kurzen Blogpause Anfang Jänner) am 7. Jänner zu beginnen.

 

Ich hab im Blog hier schon ein paar Rezepte für diese österreichische kleine Köstlichkeit, aber ich habe mal wieder ganz neu überarbeitet und aus vorhandenem gekocht.

Wer nicht ganz ohne fleischiges auskommen mag, der kann (hüstel wenn nicht grad Monatsende ist) auch gekochtes Rindfleisch dazu servieren, oder einfach eine beliebige Wurst reinschneiden und erwärmt mitessen.
Schmeckt alles super gut.

Mir schmeckts aber ohne diesen Zutaten auch sehr gut.

Es ist halt ein Gericht, dass auch an Kindheit erinnert, meine Mama sagte wir hatten es oft, ich kann mich aber gar nicht sooo gut dran erinnern, schon, dass wir das hatten, aber nicht dass wir es so oft hatten, dass es mir in Erinnerung geblieben ist.
Einbrennte Erdäpfel

Einbrennte Hund oder auf neudeutsch eingebrannte Kartoffeln mit Dill

Zutaten für 3 hungrige Personen
– 1 kg Erdäpfel, in der Schale gekocht
– 1 Zwiebel
– 1 Knoblauchzehe
– 1/2 l kalte!! Gemüsesuppe** (ersatzweise geht das auch mit Wasser)
– 2 Lorbeerblätter
– frische oder tiefgekühlte Dille, fein gehackt
– Salz, Pfeffer aus der Mühle
– Essig nach Belieben, sollte aber kein Apfelessig oder ähnlicher süßer sein
– 4 Esslöffel Sonnenblumenöl
– 2 Esslöffel Mehl
– 4 kleine Essiggurkerl, in Scheibchen geschnitten

Die gekochten Erdäpfel schälen und in Scheiben schneiden (meine eher dicker, kann man aber auch dünn machen), beiseite stellen.

Zwiebel und Knoblauch in kleine Würfelchen hacken.
Die Öl in einer großen Pfanne ( Auch da kommt eine meiner Lieblingspfannen von diePfanne.com zum Einsatz, wie ihr im Bild sehen könnt) erhitzen und die Knoblauch- und Zwiebelwürfelchen darin anschwitzen, das sollte nicht braun knusprig werden, sondern glasig.
Das Mehl hinzufügen und unter ständigem Rühren anrösten.
Mit der kalten Flüssigkeit aufgießen, und die Erdäpfelscheiben und die Lorbeerblätter hinzufügen.
Kurz aufkochen lassen, und dann auf kleiner Flamme das Ganze schön einköcheln lassen, die Zwiebelchen sollten dann ganz weich sein, die Erdäpfel sind ja schon weich. Ich mags eher nicht fest, bei mir darf das nur ganz wenig dicker sein als eine Erdäpfelsuppe, aber das ist Geschmackssache.
Mit Essig, Salz und Pfeffer abschmecken.
Die kleingeschnittenen Essiggurkerl hinzufügen.
Jetzt wäre auch der Moment um Wurstradeln dazuzugeben.

Servieren und genießen.
Eingebrennte Erdäpfeln

Ich brauch zu so einer deftigen Mahlzeit nichtmal ein Stückl Brot, und ich könnt die ganze Pfanne auch alleine aufessen, aber ich hab mit meinem Mann geteilt :-). Und am nächsten Tag den Rest verputzt.

Kennt ihr das? Wie heißt das bei euch? Einbrennte Hund ist ja nicht grad ein Name den man so überall kennt.

 

** Kalt deshalb, weil beim Zufügen einer heißen oder warmen Flüssigkeit die Einbrenne Klümpchen machen würde.

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