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Die Weihnachtszeit naht, viele suchen sinnvolle Bücher und Dinge die sie verschenken können. Ein Kochbuch ist für viele, die gerne kochen und an neuen Gerichten interessiert sind, immer ein tolles Geschenk.

Gerade die Länderküchen dieser Welt sind im Moment gerade sehr in.
Die Serbische Küche ist sicher eine der eher deftigen, vielleicht gerade deshalb nicht so in Mode?

Ich persönlich mag aber die Balkanküche sehr, sehr gerne. Meist hat man alle Zutaten im Haus, man braucht nicht von Pontius zu Pilatus rennen um an Zutaten zu kommen, und die Küche ist bodenständig.

Die Autorin, Mag. phil. Tatjana Petkvski ist in Serbien geboren, genauer in Novi Sad und hat in Wien studiert. Durch die Liebe zum Kochen und zu der Zubereitung traditioneller serbischer Küche, ist sie mit ihrer Heimat stark verbunden.

In der Einleitung erfährt man, dass Fleisch, Brot, Eintopf, feine Nachspeisen und türkischer Kaffee die essentiellen Teile der Küche des Landes ausmachen. Eine Mischung aus dem Osmanischen Reich und auch dem Einfluss der österreichisch-ungarischen Monarchie. Im Süden des Landes steht Gegrilltes hoch im Kurs, Pita sowie Lamm und Hammelfleischgerichte.
Im Norden bevorzugt man Nudeln, Knödel und Teigwaren. Und überall in Serbien ist Schweinefleisch beliebt sowie Geräuchertes Fleisch.
Brot ist ein Pflichtbestandteil jeder Mahlzeit und wer wie ich bereits in Serbien war, versteht nun auch warum es an jedem Eck großartige Bäckereien gibt. In keinen Ländern als in den ehemaligen Jugoslawien Staaten habe ich soviele Bäckereien gesehen, die meisten bieten qualitativ gutes Brot, Weißbrot ist glaube ich das gängigste, ich habe auch viel Maisbrot gesehen.

Das Buch gliedert sich in:

–  Einleitung
–  Zur Geschichte und Küche Serbiens
–  Pite, Vorspeisen, Beilagen
–  Suppen, Eintöpfe und Salate
–  Hauptspeisen
–  Nachspeisen
–  Zimnica – Haltbarmachen (zb Avjar)
–  Deutsch-österreichisches Küchenlexikon

Mir gefällt die unspektakuläre Aufmachung dieses Buches, die Fotos sind wie die Küche Serbiens, bunt, das Essen ist schön und gefällig angerichtet ohne das irgendwelche Brösel irgendwo herumliegen, wo mir die Sinnhaftigkeit noch nie klar war.
Die Rezepte sind schön der Reihe nach beschrieben, immer steht dabei für wieviele Personen die Gerichte sind.
Zubereitungszeit steht gleich zu Beginn der Zubereitungsangaben, so das man sich gleich einstellen kann, welcher Zeitaufwand einem erwartet.
Die Rezepte enden mit Tipps und mit Informationen zum Gericht.

Ich habe bereits zwei Rezepte gekocht, alles war köstlich, und grad der Bohnentopf hat uns sehr geschmeckt, schön deftig und gschmackig um diese Jahreszeit.

und einen Bohneneintopf mit Rippen, wo ich das Rezept schon hergezeigt habe.
Bohnentopf mit Rippen

Krompirača sa kobasicama (Kartoffelkuchen mit Wurst).
Krompirača sa kobasicama

Das Rezept für den Kartoffelkuchen kommt in den nächsten Tagen,..ich könnt ja schon wieder, das war sooo gut!

Zum Einkochkapitel möchte ich noch was sagen, da sind mir einige Zutaten suspekt, wenn eine E Nummer in einem Rezept aufscheint, lese ich persönlich gar nicht mehr weiter, und Google auch nicht danach, irgendwie ist für mich sowas nicht interessant, ich würde also Alternativen suchen um zb. Essiggurken zu machen, wo E224 drinnen ist,..diesmal habe ich natürlich gegoogelt und mir angelesen, dass dieses E in Fertiggerichten gerne drinnen ist und außerdem Allergien auslösen kann.

Einige Rezepte kommen ohne Zusatzstoffe aus, dafür braucht man, wenn man Ajvar machen möchte 10 kg rote Spitzpaprika 😉 und 5 kg Melanzani, ..ihr seht hier wird für Großfamilien eingekocht, Nächstes Jahr werde ich das Ajvar nachmachen, allerdings die Zutaten anpassen, mengenmässig,.

Auf meiner Das muss ich unbedingt machen Liste steht noch:
Uštipci – süße oder pikant gebackene Mäuse
Mohnstrudel
Taške sa pekmezom (Teigtaschen mit Marillenmarmelade)
und noch so einiges.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir das Buch gefallen hat, bis auf die Zusatzstoffe die ich in einigen (Einmach)-Rezepten gefunden habe, aber das kann man austauschen.
Ansonsten ist sehr viel Klassisches aus der Balkanküche im Buch zb. Ćevapčići, aber auch einiges für mich total neue zb. Blanchiertes Brot mit Käse (Popara), da bin ich mir aber noch nicht sicher ob mir das schmecken tät.

Erhältlich ist die Serbische Küche im Fachhandel und natürlich im Leopold Stocker Verlag direkt:
petkovski__die_serbische_kueche

ISBN 978-3-7020-1611-1
Tatjana Petkovski
DIE SERBISCHE KÜCHE
Die besten traditionellen Rezepte
111 Seiten, durchgehend farbig bebildert, Hc.
€ 16,90

Herzlichen Dank an den Verlag für das zur Verfügung stellen dieses Buches, diese Rezension entspricht meiner persönlichen Meinung.

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