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Die Petra überrascht uns heute mit Kneipenessen..finde ich ja klasse, und ja wir kennen Kneipen auch, aber wie du schon sagst, Beisl ist treffender bei uns.

Aber nun los:

Kneipenessen

In einer „Kneipe“ war ich lange nicht. Ich weiß gar nicht, ob ihr den Ausdruck für das kleine rustikale Lokal, bevorzugt wenige Schritte von der Wohnung entfernt, überhaupt kennt. Die Eckkneipe also. Ich glaube bei euch ist das ein Beisl.

Kneipenessen

Da darf in manchen Fällen auch noch geraucht werden. Wie in alten Zeiten. Da können sich Menschen am Tisch den ganzen Abend durchgehend unterhalten, ohne das die Hälfte davon zwischendurch ihr Gespräch vor der Tür fortsetzt. Ich war mal zu einem Treffen mit ein paar Klassenkameraden, da bin ich als Nichtraucher mit vor die Tür, damit ich nicht allein drin sitzen bleibe und die wichtigsten Neuigkeiten verpasse.

Nicht falsch verstehen, ich bin nicht für Rauchen im Lokal wo andere essen. Ich bin auch Nichtraucher und froh, dass in öffentlichen Einrichtungen und Gaststätten Rauchverbot herrscht. Aber irgendwie brauchen wir mal eine Lösung für gemeinsame Abende mit Rauchern. Vielleicht ein qualmsicheres Trennsystem mit gegenseitiger Sprechmöglichkeit, oder die Zuschaltung der Raucher durch Live Übertragung der Vor-derTür-Gespräche am Tisch, oder umgekehrt.

Vorerst aber besuche ich Treffen solcher Art nur noch in der Sommerzeit. Da gibt es Biergärten unter dem Kastanienbaum. Hier kann man im Freien ohne Probleme einen Abend gemeinsam verbringen und wenn der Wind gut steht, auch qualmfrei.

Das Essen in der Kneipe ist auch ein Besonderes. Da gibt es rustikale Gerichte, schon so ein bisschen Richtung Fastfood, ohne Fastfood zu sein. Schnell und einfach und wenn du die richtige Kneipe kennst, dann auch besonders gut und handgemacht.

Bockwurst oder Schnitzel mit Kartoffelsalat, Frikadellen (Fleischpflanzerl, Klopse), Rippchen die man aus der Hand essen darf, Krautsalat, Strammer Max ( ein Brot mit gebratenem Schinken und Spiegelei), Hackepeter (frisches Faschiertes, gut gewürzt mit Zwiebeln und Knoblauch),auch mal Kartoffelsuppe und in einer equisiten Kneipe auch mal einen Toast Hawai oder ein Ragout fin.

Das ultimative Kneipenessen, nicht mehr wegzudenken und überall erhältlich: Bratkartoffeln, Sülze und Remoulade, inklusive dem 80-Jahre Fächer-Gürkchen. Jetzt bin ich schon am überlegen, ob der Begriff Sülze euch etwas sagt, in dem Sinn wie wir die kennen. Also ich habe nichts vergleichbares gefunden. Da man Sülze aber auch sehr gut selbst machen kann, bekommt ihr mein Rezept dafür und auch den Tipp, sie mal zu essen mit Bratkartoffeln, Gürkchen, Zwiebeln, Remoulade. Das schmeckt nicht nur in der Kneipe oder im Beisl, sondern auch zu Hause. Was aber unbedingt auch dazu gehört, ist ein Bier..

Sülze, Thüringer Art

1 kg Eisbein(e) (Anmerkung Sina: Schweinshaxen )
4 Pfeffer – Körner
2 Liter Wasser
2 Wacholderbeere(n)
1 Lorbeerblatt
2 EL Senfkörner
2 Zwiebel(n)
Majoran frisch oder getrocknet
Suppengemüse
Salz
Essig
Gelatine für 2 l Flüssigkeit

Das Fleisch gründlich waschen und mit kaltem Wasser (2 Liter), den Gewürzkörnern, Lorbeerblatt, geschälten Zwiebeln und dem Suppengemüse aufsetzen und etwa 2 Stunden köcheln lassen. Nicht salzen!

Dann das Fleisch von den Knochen lösen und in mundgerechte Stücke schneiden. Je nachdem, wie man es mag, etwas Schwarte mit dazu, wer mag auch das Fett, oder etwas davon. Die Gelatine je nach Anweisung einweichen.

Die Brühe durch ein Sieb geben und mit Salz und etwas Essig abschmecken. Den frischen oder getrockneten Majoran dazu geben. Die Gelatine je nach Packungsanweisung zur Brühe geben. Das Fleisch in eine große Schüssel, oder in kleinere als Portionen einfüllen und mit der Brühe aufgießen, so dass das Fleisch etwa 1 cm bedeckt ist. Die Schüssel/n etwas aufstoßen auf dem Tisch, dass die Brühe sich gut verteilt und es keine Luftblasen gibt. Nach dem Erkalten die Schüsseln stürzen.

Wer mag, kann unter das geschnittene Fleisch auch ein paar Stückchen vom Gemüse mischen oder ein paar Scheiben Gewürzgurke. So schmeckt es dann besonders gut, wenn man es auf einem frischen Brot isst.

Danke Petra! Für diesen tollen Beitrag, und ich krieg gleich Hunger und das am frühen Morgen,…

Einen tollen Mittwoch allerseits!

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