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Heute geht’s hier rund!
Nicht nur dass ich eine ganz, ganz liebe Facebook Freundin gewinnen konnte hier einen Gastbeitrag zu veröffentlichen, gibt’s auch noch eine kleine Challenge mit Anikö von Paprikameetskardamom.
Als gebürtige Ungarin, weiß natürlich auch sie wie man so ein Krautfleisch zubereitet.
Aber ich denke Ihre Version wird wieder ganz anders sein als die von Brigitta.

Die Brigitta entzückt mich in einer ganz besonderen netten Facebookgruppe (gerne verrate ich den Namen, wer mag einfach fragen) immer wieder mit ihren tollen Fotos und mit ihrer kreativen, modernen Küche. Ich finds schade, dass sie keinen eigenen Blog hat, andererseits gut, weil dann schreibt sie halt öfter bei mir.
Brigitta

Aber lassen wir die Gitti einmal selber zu Wort kommen.

Guten Morgen an alle Leser von der GiftigenBlonden!

Ich bin die Gitti und koche gerne – na klar, sonst wäre ich nicht hier.
Man könnte sagen, dass ich es schon mit der Muttermilch aufgesogen habe, dieses Kochgen, das in meiner Familie vorhanden ist.

Seit ca. zwei Jahren fotografiere ich, was ich koche, meist mit dem IPhone, weil es schnell gehen muss und weil wir unser Essen gerne noch warm genießen wollen.
Ich koche täglich, querbeet durch verschiedene Küchen, traditionell bis ausgefallen, improvisiere und probiere gerne.

Großen Wert lege ich auf gute Grund-Produkte, bevorzugt aus der Region, wenn möglich Bio.
Bio-Hofläden mit gutem, umfassendem Angebot und Selbstvermarkter hab ich in meiner Umgebung, wo ich gerne einkaufe.

Außerdem koche ich gerne nach den Jahreszeiten, also saisonal, je nachdem was der Markt bietet.

Ein typisches Essen für den Winter ist z.B. das Szegediner-Gulasch – ursprünglich Székelykáposzta, soll angeblich von einem Budapester Gastwirten mit dem Namen Székely stammen.

Ich mache immer gleich mehr davon, weil es aufgewärmt fast noch besser schmeckt und es sich gut zum Einfrieren eignet – ein guter Vorrat für Tage, wo man weniger Zeit hat, am Herd zu stehen.

So wird es von mir gemacht:

Schweinefleisch – es darf gerne etwas fetter, zumindest gut durchzogen sein – wird in ca. 3 cm große Stücke geschnitten, Zwiebel und Knoblauch fein gehackt.
In einem passend großem Gusseisentopf werden Zwiebel und Knoblauch in heißem Schmalz glasig angeschwitzt, dazu kommt das Fleisch, welches kurz – ohne Farbe zu nehmen – durch geröstet wird. Weiters kommt Tomatenmark dazu und auch das Paprikapulver – die Hitze wird jetzt reduziert, damit der Paprika nicht verbrennt.
Nachdem alles gut vermischt ist, gieße ich mit Suppe und Wasser auf, gebe die übrigen Gewürze dazu und lasse alles 30 Minuten sanft köcheln.
Danach kommt das Sauerkraut dazu, gieße bei Bedarf noch etwas Suppe nach, es soll alles schön mit Flüssigkeit bedeckt sein. Bei kleiner Hitze wird das Szegediner dann fertig gegart, ca. 45 Minuten, bis eine Stunde.
Zuletzt wird der Sauerrahm wird mit Mehl versprudelt und das fertige Szegediner Gulasch damit mollig gebunden.

Unsere Lieblingsbeilage dazu sind Kümmel-Salzkartoffeln, sehr gut passen auch flaumige Semmelknödeln.

Hier mein Rezept:

Für 6 Portionen

1 kg Schweinefleisch (gut durchwachsen, Schweineschulter oder magerer Bauch ohne Schwarte)
1 kg Sauerkraut (am besten mildes Bio-Sauerkraut, frisch aus dem Bottich)
1 große Zwiebel – fein geschnitten
2 Knoblauchzehen – fein gehackt
100 g Schweineschmalz (oder auch Pflanzenöl)
1 gehäufter EL Paprikapulver edelsüß
1 gehäufter EL Paprikapulver scharf (ich verwende Szegedi Édes Paprikapulver aus Ungarn)
1 EL Tomatenmark
1/2 l konzentrierte Rindsuppe (hab ich immer auf Vorrat im Tiefkühler)
3/4 l Wasser
Salz
Pfeffer
1 EL Kümmel ganz
2 Lorbeerblätter

250 ml Sauerahm
1,5 EL Mehl

Ich wünsche gutes Gelingen beim Nachkochen

Szegediner Krautfleisch von Brigitta

Liebe Brigitta, danke für dein Rezept, danke für die Fotos und vielleicht bald einmal wieder?

Und jetzt bin ich gespannt auf die Version eines Szegediners von einer echten Ungarin!

Schönen Tag Euch allen!

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