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Ich weiß dass sich dieses Buch viele Menschen wünschen.
Warum? Ein Blick in die Beschreibung und man spürt sofort den Geschmack eines echten Wiener Schnitzels auf der Zunge, oder doch lieber ein fleischloses Gericht? Krautfleckerl? Apfelstrudel? Was auch immer jeder für sich mit österreichischer Küche verbindet, in diesem Buch wird er fündig.

So auch ich!

Ingrid Pernkopf, ihres Zeichens Knödelspezialistin und Mehlspeisprofi und Adi Bittermann und Renate Wagner-Wittula sorgen dafür dass kein Rezeptwunsch unerfüllt bleibt.

Bei 432 Seiten kann man es sich leisten auch ein Rezept für Grieskoch oder auch Erdäpfelsalat anzubieten.

Die österreichische Küche ist unterteilt in:
Vorwort: Österreich kocht österreichisch
Kalte Vorspeisen
Suppen und Suppeneinlagen
Beilagen
Zwischengerichte
Hauptspeisen Fisch
Hauptspeisen Fleisch
Süße Gerichte
Glossar und abschließend einem
alphabetischem Register

Die Rezepte sind großteils mit Foto, aufwendigere auch mit ganzen Fotostrecken, zb. beim Rezept zur Dobostorte.
Bei jedem Rezept findet man die Vorbereitungszeit, die Garzeiten, und wozu man das Gericht essen kann, bzw. was man dazu servieren kann.

Besondere Tipps sind ebenfalls angegeben und Variationsmöglichkeiten habe ich sehr oft auch gesehen. Zum Beispiel beim Krenfleisch, dass ich Euch dann gleich näher bringen werde. Da wäre die Variation Wurzelfleisch. Ähnlich in der Herstellung und doch irgendwie anders.

Ich persönlich finde die Zubereitung verständlich und logisch erklärt, dennoch denke ich dass ein bissl Kocherfahrung notwendig ist.

Es werden auch Hauben vergeben für den Schwierigkeitsgrad des Rezeptes.

Im Glossar finden sich zwar viele Ausdrücke näher erklärt, vor allem auf die Sprache in Deutschland bezogen, Küchenausdrücke näher erklärt habe ich aber nicht gefunden. Aber auch nicht danach gesucht in den Rezepten..alle habe ich ja nicht genauer durchgelesen.

Und jetzt möchte ich Euch zwei Rezepte vorstellen, die ich nachgemacht habe. Ein wirklich klassisches der österreichischen Küche, das Krenfleisch und etwas das mein Mann rausgepickt hat, Käsestangerl, weitere werden sicher noch folgen, ich hab so viele Lieblingsspeisen in den Rezepten gefunden, und die mal auf andere Art zuzubereiten ist ja auch eine Option.

Krenfleisch, Schweinefleisch, Gemüse, Kren

Krenfleisch, Schweinefleisch, Gemüse, Kren

Krenfleisch:

Zutaten:
1 kg Schweinefleisch (zb Schulter mit Schwarte, Bauchfleisch, Kopffleisch oder Stelze) hier bei mir aber ein schön durchzogener Schopfbraten oder wie er in D heißt, Schweinekamm
je 150 g Karotten, Sellerie und gelbe Rüben oder auch Pastinaken, hier nur Karotten und Sellerie
150 g Zwiebel oder Jungzwiebel
ca. 30 ml Essig
10 Pfefferkörner, 6 Wacholderbeeren, 5 Lorbeerblätter
(ersatzweise selbstgemachte Gewürzmischung, Rezept wäre auch im Buch zu finden)
Beizkraut (Bohnenkraut)
2-3 Knoblauchzehen
ca. 150 g frisch gerissener Kren (Meerrettich)
Petersilie oder Schnittlauch zum Bestreuen

Zubereitung:
Sauber geputztes Gemüse (ohne Kren!!) sowie die Zwiebeln in feine Streifen schneiden und in Salzwasser kurz bissfest kochen.
Kochsud abgießen und aufbewahren. Gemüse kalt abschrecken und ebenfalls zur späteren Weiterverwendung beiseite stellen.

Die Gewürze am besten in ein Teesieb geben (erspart das Suchen dann.,..)und gemeinsam mit dem Fleisch, dem Knoblauch, Essig und dem Gemüsesud in einen ausreichend großen Topf legen. Soviel Wasser zugießen dass das Fleisch bedeckt ist. Solange kochen bis das Fleisch weich ist.
Während das Fleisch kocht, Erdäpfel schälen, vierteln und in Salzwasser weích kochen, wer mag kann auch Kümmel dazugeben.

Nun das Fleisch herausheben, quer zur Faser in 1,5 cm dicke Scheiben schneiden, wieder in den Sud zurückgeben. Jetzt kommt das Gemüse auch hinzu.

Auf vorgewärmten Tellern erst das Fleisch, danach das mit einem Lochschöpfer aus dem Sud gefischte Gemüse dazugeben, etwas Kochsud darüber träufeln und zuletzt großzügig frisch (!! nix aus dem Glas bitte) gerissenen Kren darauf verteilen.

Zubereitungszeit: ca. 1,5 Stunden
Beilagenempfehlung: Salz-oder Kümmelerdäpfel

Variationsmöglichkeit: Statt Schweinefleisch pochierte Fischfilets wie zb. Karpfen oder Waller mit Wurzelgemüse und Kren servieren. Wurzelfleisch.
Der Schwierigkeitsgrad wurde mit einer Kochhaube angegeben, das stimmt, ist nur einiges an Schneidearbeit, ansonsten sind keine besonderen Kenntnisse erforderlich.

Anmerkung von mir:
Der Sud schmeckt köstlich, einfach ein paar Nudeln einkochen und am nächsten Tag servieren, man muss allerdings intensives Gemüsearoma mögen. Wir mochten es.
Krenfleisch habe ich davor jahrelang nicht gemacht, ich habe es ähnlich zubereitet, aber so richtig wie es schmecken soll war erst dieses nach Ingrid Pernkopf gekochte. Ihr kennt das,..es gibt Gerichte die müssen einen gewissen Geschmack haben, haben sie das nicht, fehlt was. Bei diesem Rezept hat alles gepasst, harmonisch, das Gemüse, das Fleisch, die frische Schärfe des Krens.
Mein Mann, meine Tochter und ich waren sehr begeistert, sowas wird’s bei uns jetzt öfter geben müssen.
Wenn man nicht allzufettes Fleisch nimmt, hat man ein sättigendes Mittagessen, dass dennoch nicht den Magen überfüllt.

Krenfleisch

Krenfleisch

Nachdem es jetzt das gesunde Mittagessen gab, habe ich noch was als kleine Knabberei mitgebracht, hier wird die Schwierigkeit mit 2 Kochhauben ausgewiesen, warum erschließt sich mir jetzt nicht, der Teig ist einfach herzustellen und lässt sich auch super gut verarbeiten.

Käsestangerl und eine Käsekatze

Käsestangerl und eine Käsekatze

Käsestangerl:

Adi Bittermann
Zutaten:
120 g Butter
200 g Mehl
60 g geriebener Parmesan
1 Tl Salz
60-70 g Sauerrahm (60 reichen – Sauerrahm=saure Sahne)
1 verquirltes Ei zum Bestreichen
Kümmel, Paprikapulver, oder geriebener Käse zum Bestreuen nach Wunsch
Mehl für die Arbeitsfläche

Zubereitung:
Mehl mit der in kleine Stückchen geschnittenen Butter auf einer Arbeitsfläche oder in einer Schüssel zerbröseln.
Parmesan und Sauerrahm zugeben, mit Salz würzen und alles zu einem glatten Teig zusammenkneten.
Auf der bemehlten Arbeitsfläche den Teig messerrückendick ausrollen und mit dem Teigrad oder mit einem Messer in 1.5 cm breite Streifen schneiden. Nach Belieben jedes Stangerl in sich verdrehen.
Da habe ich mir die Freiheit der Köchin genommen und nur ein paar Streifen gemacht, den Rest habe ich zu Katzen ausgestochen (grins) und außerdem große Käsestangen gemacht,..
Backrohr auf 180° vorheizen und die Käsestangerl auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen, alles mit Ei bestreichen und nach Wunsch bestreuen.
10 Minuten backen.

10 Minuten haben bei mir nicht gereicht, da war mir das alles zu blass. Also habe ich das Gebäck einfach so lange im Backrohr belassen, bis mir Farbe und Knusprigkeit gefallen haben.

Vorbereitungszeit: ca. 15 Minuten
Backzeit: ca. 10 Minuten
Backrohrtemperatur: 180° (Ober/Unterhitze Anm. Sina)

Käsestangerl

Käsestangerl

Anmerkung von mir:
Macht um Himmels Willen die doppelte Menge, ich konnte nicht so schnell schauen wie alle Stangerl, Katzen und auch die größeren Stangerl weg waren. Schmeckt super gut, wers etwas weniger würzig mag, kann Emmentaler verwenden, so ein Rezept kenne ich nämlich, das ist ähnlich diesem hier.

Ich glaube man merkt, dass ich von diesem Buch mehr als begeistert bin, da werde ich noch einiges nachkochen, sind wirklich tolle einheimische Rezepte drinnen. Die Zutaten bekommt man in jedem österreichischen Geschäft, natürlich auch in Bio Qualität. Auch sind keine außergewöhnlichen Gewürze von Nöten, so dass man die Gerichte wirklich leicht nachkochen kann.

Was fehlt sind Markierungsbändchen, das ist aber auch schon der einzige winzigkleine Kritikpunkt den ich anführen kann.

Also schreibt Eure Wunschlisten ans Christkind und vergesst nicht, dieses Buch draufzusetzen.
Von mir gibt’s eine uneingeschränkte Empfehlung für dieses Kochbuch für die klassische Österreichische Küche.

Erhältlich ist das Werk im Fachhandel und natürlich bei Styriabooks

Weitere Informationen:
die österreichische Küche
Autoren:
Adi Bittermann
Ingrid Pernkopf
Renate Wagner-Wittula

Lieferbar innerhalb von 2-3 Werktagen
Erscheinungsdatum: September 2015
ISBN: 978-3-85431-710-4
Seiten: 432
Einband: Hardcover
Format: 22,0 x 28,0 cm
1. Auflage

Ich bedanke mich bei Styriabooks, die mir das Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt haben, diese Rezension enspricht meiner persönlichen Meinung.

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