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Heute ist Sonntag und statt einem Sonntagskuchen lobe ich heute ein Rezept in den Himmel.

Gefunden habe ich das schon vor längerer Zeit bei einer meiner absoluten Lieblingsbloggerinnen, und Freundin Susi Turbohausfrau!
Seither gibt’s im giftigenblonden Haus keinen fertig gekauften Strudelteig mehr.
Es bedurfte einiger Überredungskünste meiner lieben Familie das klarzumachen, inzwischen würden sie fertigen nicht mehr essen, denke ich,..Erziehung ist alles, auch wenn hier keine Kleinkinder mehr leben.

Ich weiß nicht wieviele Strudel ich schon gemacht habe nach diesem Rezept, oder auch nachdem super Topfenblätterteig, auch nach Susis Rezept, ein paar kann man auch hier im Blog nachlesen, aber ich habe bei weitem nicht alle verbloggt, sonst müsste ich im Moment zumindest jeden 2. Tag Apfelstrudel hier herzeigen, weil ich den andauernd backe..dank der Apfelflut aus der Steiermark.

Wie auch immer, heute habe ich einen Speck-Krautstrudel mitgebracht, und auch der schmeckt immer wieder sehr gut.

Hier ist das Rezept für den Teig:
200 g glattes Mehl
100 ml lauwarmes Wasser
40 ml Pflanzenöl
1 Prise Salz

Alle Zutaten zu einem geschmeidigen Strudelteig verarbeiten, zu einer Kugel formen, mit Öl einpinseln, abdecken und eine Stunde stehen lassen.
Dieser Teig nimmt es aber auch nicht übel wenn man ihn frühmorgens um halb 7 knetet, und ihn dann auch mit Öl bepinselt und abgedeckt den ganzen Tag im Kühlschrank stehen lässt.

Danach rollt man ihn soweit möglich auf einem mit Mehl bestäubten Strudeltuch (hier Stoffwindel geht aber auch ein kleines Tischtuch oder was auch immer, nur Gschirrtücheln sind zu klein) aus, danach zieht man ihn auf den Fingerknöcheln und mit Fingern aus.

Anders als beim gekauften Strudelteig, schmiert man da jetzt keine Butter drauf, das würden den dünn ausgezogenen Teig nur löchern.

Bevor man den Teig auszieht, stellt man die Fülle her:

1,2 kg frisches Weißkraut, fein gehobelt
2 Knobizehen, gehackt
1 große Zwiebel, gehackt
200 g Speck, eher durchzogen, in Würfelchens
Salz, Pfeffer
Pflanzenöl

40 g Butter, zerlassen, zum Bestreichen.

Die Zwiebel, Knobi und den Speck im Fett anrösten, das Kraut dazugeben und ein paar Minuten gemeinsam verdünsten lassen. Abschmecken, und da nicht zu sparsam.
Flüssigkeit muss man keine zugeben, normal lässt das Kraut ein bissi Flüssigkeit, das reicht. Erkalten lassen.
Keinesfalls soll das Kraut richtig weich werden, schließlich bäckt es dann noch im Strudel im Rohr.

Diese Fülle wird auf dem ausgezogenem Teig verteilt und dann mit Hilfe des Tuches zu einem Strudel eingerollt.
Ich habs mir diesmal einfacher gemacht, den Teig in zwei Hälften geschnitten und zwei kleinere Strudel gemacht, ist leichter zu händeln.

Den eingerollten Strudel auf mit Backpapier ausgelegtes Backblech hieven und ohne einzustreichen bei 180° ins Backrohr, bei Ober/Unterhitze stellen.
Nach ca. 10 Minuten das erste mal mit der Butter bestreichen, und dann noch ein-bis zweimal das macht den fertigen Strudel erst perfekt.

Sobald die Köstlichkeit fertig ist, sofort servieren, ein warmer Speck-Krautstrudel ist einfach unheimlich köstlich.
Wir hatten Knobisauce dazu (Rahm+Knoblauchpaste+Salz) und einen Blattsalat.

Krautstrudel mit Speck

Krautstrudel mit Speck

Also nachmachen, aber beachten dass man süchtig werden kann nach der Herstellung von selbstgemachten Strudelteigen. Ist hier so,..schlimm!

Ich wünsche euch einen wunderschönen Sonntag und hoffe ihr verzeiht mir dass es einen pikanten Strudel statt eines süßen Kuchens gibt.

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