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Gestern vor zwei Monaten begann unsere 14tägige Reise die uns an all diese Orte führte.

Wir sind insgesamt knapp 4000 km gefahren, auf der Karte ist ganz grob ersichtlich wo wir waren, nicht aber das was wir sonst noch so gefahren sind.
2balkantour_mai2014

Ich wurde gefragt, privat, was so eine Reise kostet.
Und ich kann nicht antworten, ich weiß es nicht, weder mein Mann noch ich haben irgendwas mitnotiert.
Benzin kostet in all diesen Ländern ähnlich wie bei uns in Österreich, Autobahngebühren hatten wir nur in Ungarn und in Serbien, und bei der Rückreise in Kroatien, aber auch da kann ich nicht sagen wieviel das in etwa war.
Unsere Unterkünfte waren keine allzu luxuriösen, einfach weil uns das nicht wichtig ist.
Essen, das ist so ein Thema, wir hatten fast überall Frühstück dabei, wenn nicht haben wir uns was gekauft, was einfach ist weil es überall kleine Bäckereien gibt die köstliches verkaufen, Kaffee ist sowieso überall erhältlich.
Weil wir daheim nix frühstücken, hatten wir dann auch erst am Nachmittag überhaupt erst wieder Hunger, so das wir da Burek oder dergleichen kauften und an schönen Plätzen gegessen haben.
Nur wer am Nachmittag Burek isst, kann kein Abendessen mehr zu sich nehmen.
Zusätzlich hab ich oft auf Märkten frisches Obst gekauft, Erdbeeren zum Beispiel oder im Neretva Tal die köstlichen Orangen und Mandarinen.
Somit weiß ich aber auch nicht was wir fürs Essen ausgegeben haben, nicht allzuviel nehme ich an, diese Kosten halten sich am Balkan in Grenzen. Selbst Essen gehen in normalen Restaurants ist keine kostspielige Angelegenheit.

Eigentlich hatten wir uns vorgenommen eine Art Tagebuch zu führen und da auch sämtliche Ausgaben zu notieren. Aber ihr kennt das sicher,…das macht man dann nicht.

Nach unserer Reise wurden wir gefragt ob wir nie Angst hatten, immerhin die politische Lage ist nicht immer als stabil zu bezeichnen, man denke an die Unruhen in Bosnien und Herzegowina im Feber dieses Jahres, die auch überschwappten auf Serbien und Kroatien.
Ich kann nur sagen, ich hatte nicht ein einziges Mal Angst vor Menschen (höchstens wurde ich mal blass bei manchen Straßen grins) und der unfreundliche Security in Montenegro war auch nicht ohne, aber selbst da, Angst hatten wir nicht.

Die Menschen im gesamten Gebiet das wir bereisten waren freundlich, sehr gastfreundlich, ungeheuer mitteilsam (sofern wir mit ihnen in irgendeiner Sprache kommunizieren konnten) und wahnsinnig hilfsbereit. Wir wurden nie ohne Antwort auf Fragen weggeschickt. Bei jedem privaten Vermieter wurde uns Kaffee, oder essbares kostenlos!! zur Verfügung gestellt.
Was von der Gastfreundlichkeit doppelt zeugt, denn diese Menschen sind für unsere Verhältnisse arm, wirklich arm. Einkommen von 400 Euro für einen Polizisten ist schon ein eher hohes und das bei so einem gefährlichen Beruf. Nicht das ihr jetzt glaubt wir haben das kommentarlos hingenommen dass wir beschenkt wurden, wir haben immer in irgendeiner Form zurückgegeben. Für diese Menschen sind wir reich. Natürlich betrifft das nicht die gesamte Bevölkerung auch am Balkan gibt es reiche und sehr reiche Menschen.

Was mir noch aufgefallen ist:
Auto und Technik ist für die Menschen da sehr wichtig, warum weiß ich nicht, aber es ist so zu erkennen.
Überall wird in den Gärten auch Gemüse und Obst angebaut, weil dieses einzukaufen ist oft sehr teuer bei kleinen Einkommen.

Überall in der kleinsten Lokalität konnte man mit Wlan in die weite Welt surfen – kostenlos,..da könnten sich manche mitteleuropäische Staaten noch ein Scheibchen abschneiden.

Fast überall waren mein Mann und ich ziemlich alleine auf weiter Flur, Ausnahme größere Städte, wie auch Sarajevo und Belgrad, aber auch die Ostrog Klöster oder die Plitvicer Seen.

Würde ich diese Reise nochmal machen? JA, entweder genauso oder etwas abgeändert.
Sarajevo muss in jedem Fall nochmal sein, auch einiges in Montenegro haben wir aus Zeitmangel nicht ansehen können, zb die alte Hauptstadt Cetinje wie auch die neue Podgorica.
Bihac in Bosnien stand ebenfalls auf unserem Programm, Mostar hatten wir von vornherein nicht eingeplant, dennoch da überall möchten wir noch hin.

Das wars jetzt wirklich mit meiner Berichterstattung über unsere Reise, aber das wollte ich noch sagen. Es gäbe noch mehr zu erzählen, auch habe ich noch an die 800 Fotos die noch nirgends wo zu sehen sind, aber vielleicht passt mal eines, dann post ich es sowieso.

Ich freue mich dass viele von euch uns virtuell begleitet haben, und für mich freue ich mich, dass ich hier immer nachlesen kann.
Zum Schluss noch eines meiner Lieblingsbilder.
Diese Hängebrücke in Montenegro wird tatsächlich noch genutzt, leider weiß ich nicht genau wo sie war, irgendwo unterwegs und sie führte über eine tiefe Schlucht.
P1040785

Ich wünsche euch einen wunderschönen Samstag!

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