#Österreichbloggtbunt, wer braucht schon eine Sommerpause!

Ihr fragt euch jetzt sicher: wieso meldet die sich ab für Wochen um eine Sommerpause im Blog zu feiern und kommt dann aus der Versenkung hoch um bunt zu bloggen?

Naja ich denke mir es gibt Wichtigeres als diesem Blog eine durchgängige Sommerpause zu gönnen, wichtiger sind zum Beispiel Menschen, denen zwar die Flucht nach Österreich gelungen ist, die aber hier von einigen “Menschen” ganz und gar nicht willkommen geheißen werden, ganz im Gegenteil man gönnt ihnen den Dreck unter den Fingern nicht, im wahrsten Sinne des Wortes!
Wie die Zustände im naheliegenden Erstaufnahmezentrum in Traiskirchen sind, brauche ich eh keinem Österreicher zu erklären und selbst das bisschen was sie da haben (neben dem Vielen was sie nicht alle haben) wird ihnen nicht gegönnt, was für eine Welt, in der wir leben?

Die Seelenschmeichelei hat sich dasselbe gedacht, für deutsche Verhältnisse natürlich.
Mir hat die Idee so gut gefallen, dass ich sie gebeten habe Ihr Logo für A zu adaptieren, das sie auch sofort gemacht hat, dafür und für die Idee an sich erstmal ein herzliches Danke! Verwenden werden wir Österreichischen Blogger allerdings eines von der lieben Yvonne von Freude am Kochen.
Und zwar das:
#Österreichbloggtbunt
dass sie natürlich extra für diese gute Sache entworfen hat.

Wer mich persönlich kennt, weiß das ich im Leben außerhalb des Blogs schon länger nach meinen Möglichkeiten, Flüchtlingen helfe, zum großen Teil eher mit finanziellen Mitteln.

Wir haben hier im Ort unter anderem auch eine syrische Familie aufgenommen, was mich besonders freut, unser kleines Nest und wir drücken uns nicht vor der Verantwortung die wir alle haben, denen es so gut geht.

Jedenfalls wird diese Familie von einigen im Ort betreut, sei es mit Unterstützung bei Behördengängen, Einkäufen oder so wie meine Tochter, die mit ihnen auf Ausflüge fährt mit den Kindern, die Familie hat zwei entzückende Buben.

Als wir nun gestern dieses Initiative der Österreichischen Blogger in Angriff genommen haben, war meine Idee sofort, dass ich die syrische junge Frau frage (ich möchte hier keine Namen nennen) ob sie mir nicht ein Rezept zur Verfügung stellen möchte.
Sie wollte, aber sie wollte noch viel mehr, sie wollte mit mir kochen, weil sie klarer weise diese Sache auch für wichtig hält.

Also sind wir gestern Nachmittag drei Mädels (meine Tochter, die junge syrische Frau und ich) zum örtlichen Billa gedüst und haben mal alle Zutaten eingekauft,..klar kam auch was Süßes für die Buben dazu,…muss man nicht extra betonen, dass auch kleine syrische Buben Schokolade mögen,..oder?

Heute um 10 Uhr kam dann das Ehepaar zu uns, die Kids wurden im Kiga vorbeigebracht, die kamen dann zum Essen wieder zu uns. Nachdem sich der Ehemann überzeugt hatte das wir klarkommen würden in der Küche isser aber heimgegangen, drei Frauen ist schon a bissi viel auf einmal mit Gequatsche was er eh nicht verstand. Die Familie ist erst beim Deutschlernen, auch das wird von den Gaadnern gemacht.
Die junge Frau spricht recht gut englisch, meine Tochter sehr gut, ich auch eher leidlich, aber wir konnten uns gut verständigen.

Jetzt muss ich leider sagen, ein genaues Rezept habe ich nicht mitgebracht, ABER was drinnen ist und die Zubereitung, die weiß ich .
Ich wollte nicht demonstrativ jede Zutat abwiegen, das hätte meiner Meinung nach nicht so gut gewirkt.

Was haben wir eingekauft:
Hendlteile, 8 Stück, waren hauptsächlich Oberkeulen Stücke mit Haut und Knochen
1 kg Basmati Reis von Ja!Natürlich (davon die Hälfte verbraucht)
1 kg gelbe, grüne und rote Paprika, ca.

Das hatte ich vorrätig:
drei große Zwiebel, Nelken
Salz, Pfefferkörner
Paradeismark (halbe Tube)
1.5 kg Paradeiser ca.
Maiskeimöl
Currypulver, mild (die Kinder haben ja mitgegessen)
etwas Ingwer und Kurkuma, Zimt, gemahlen
ein paar Karotten

Erst wurde der Reis in kaltem Wasser eingeweicht.

Danach die Paradeiser schälen und in klitzekleine Würfelchen schneiden, die Paprika ungeschält ebenso in klitzekleine Würfelchen schneiden.
Dasselbe passiert mit den Zwiebeln.
Die Karotten werden geraspelt

Die Hühnerteile waschen und in Maiskeimöl von allen Seiten kräftig bei hoher Hitze anbraten, ohne dass sie schwarz werden.
Mit einem Becher Wasser aufgießen, salzen, ganze Pfefferkörner und ein paar Nelken hinzufügen und das Ganze solange kochen, bis das Hühnerfleisch gar ist.

In der Zwischenzeit die Zwiebelwürfelchen in Fett andünsten, die Paprikastückchen und die Karotten hinzufügen, alles gscheit andünsten. Die Paradeiserwürfelchen und das Paradeismark dazugeben.
Dann kommt der abgeseihte Reis hinzu, und nochmal ca. 1 Liter Wasser. Auch hier kommen Pfefferkörner dazu. Curry. Ingwer, etwas Zimt und Kurkuma. Auf kleinster Flamme solange dünsten bis der Reis weich ist und keine Flüssigkeit mehr übrig ist.

Kabsa (2)
Kabsa

So wurde es serviert, Jeder nimmt sich von der Platte, die mehrmals mit Reis aufgefüllt wurde. weil 6 Personen essen doch was weg.
Ich habe gelernt dass der Reis in Syrien mit dem Löffel gegessen wird, dass man üblicherweise zum Essen nichts trinkt, erst danach.
Das Hendl wird mit den Fingern verspeist…das war echt sehr gut! Trotz der Gewürze, besonders der Nelke wo ich erstaunt war dass mir das schmeckt.
Wir alle haben ordentlich zugegriffen, war wirklich sehr, sehr gut das Essen. Sieht zwar wirklich ähnlich aus wie Reisfleisch, kann man aber vom Geschmack nicht vergleichen, auch wird das Fleisch ja extra gekocht.
Was gut ist, falls Veganer nachkochen möchten, einfach nur die Schritte der Reiszubereitung durchführen.

Zum türkischen Kaffee (da war die Freude groß bei unseren Gästen so einen Kaffee hier in Ö vorgesetzt zu bekommen, gut dass ich alles inkl. den passenden Kaffee in Bosnien gekauft habe) gabs diesen köstlichen, saftigen Becherkuchen, gefüllt mit Marillenmarmelade und mit einer Schokoladen-Butter Glasur umhüllt.

Das Rezept gibt’s im Herbst mal als Sonntagskuchen!

Die Kinder haben auch beim Kuchen gscheit zugegriffen und die Eltern auch, das hat mich besonders gefreut, dürfte ja in Syrien nicht zu den Alltagsgerichten gehören.

Zum Abschluss durften wir den kleinen Buben endlich das König Nesselbart Buch, dass mir Maria Wieser, die Autorin des Buches (sie bloggt unter Das Mädel vom Land) zur Verfügung gestellt hat, übergeben, dabei dachte ich, meine Tochter hätte es eh schon zu den Kleinen mitgenommen, aber heute hats gut gepasst, und das Buch ist so, dass es auch für nicht Muttersprachler zu verstehen ist. Dieses Buch ist echt ein ganz tolles, für kleine und große Kinder.
Danke Maria!

Jetzt versteht ihr sicher, warum ich eine kurze Pause von der Blogpause einlegen musste, ja?

ES war außerdem toll, meine Tochter die eher nicht so gerne kocht, hat sich tatsächlich in die Küche gestellt, immer dann wenn ich fotografieren musste :-) Und noch mehr, da wird noch eine Köchin aus ihr werden.

Wir haben gleich auch noch für den Herbst was ausgemacht, einmal wird die junge Frau für uns kochen, bei ihr, ein anderes Mal werde ich was typisch österreichisches für uns alle zubereiten.

Ich halte Euch auf dem Laufenden!

Also wo immer Ihr diesen Banner seht oder #österreichbloggtbunt oder #österreichisstbunt lest könnt ihr sicher sein, dass es ein Blogpost ist, für das bunte Miteinander in Österreich mit allen Nationen dieser Welt.

Es lebe die Vielfalt und das Miteinander in Österreich und der ganzen Welt.

Fruchtiges Crumble und eine Sommerpause

Crumble mit Mango, Ribisel und Marille

So einen herrlichen, heißen Sommer hatten wir ja schon lange nicht mehr, wenn ich an den von 2014 denke, der mehr Regen als Sonne hatte, mehr Kälte als Wärme, bin ich darum auch sehr froh.

Und das ist auch der Grund, warum mein Blog eine Sommerpause verordnet bekommt.
Es ist zu heiß um zu viel in der Küche zu stehen, es ist zu heiß um neue Sachen auszuprobieren, und es ist außerdem zu heiß Blogposts zu schreiben.

Für Instagram und Facebook wird’s reichen (Ist in der Sidebar zu sehen hier), auch im Reiseblog wird’s hin und wieder was Neues geben.
Und vielleicht auch hier, aber auf den xten Wurstsalat und das xte kalte Getränk möchte ich uns allen ersparen, und genau das gibt’s im Moment bei uns ggg.

Für heute habe ich aber noch was sauguats vorbereitet, ein fruchtiges Crumble.
Das erste Mal mit einem Crumble kam ich bei einer Freundin vor gefühlten Hundert Jahren, da hatte ich weder einen Blog, noch überhaupt eine Ahnung von Blogs, wahrscheinlich gabs die noch gar nicht. Sie servierte ein Apfelcrumble mit ganz normalen Streuseln und Vanilleeis,..und das war sooo gut.
Das nächste Crumble das mich anlachte fand ich bei meiner Freundin Susi, der Turbohausfrau, das war im Dezember..und jetzt erst habe ich selber eines gemacht, man sieht ich bin urlaubsreif, wenn ich so eine Vorlaufzeit brauche.

Mein Crumble besticht durch seine Einfachheit, ohne zig Zutaten die man nicht im Hause hat, und dadurch dass es keine gröberen Vorarbeiten gibt.

Crumble mit Mango, Marillen, Ribiseln und Mandel-Zimt Streusel

Streusel:
75 g Butter, schmelzen,
90 g Mehl
30 g ungeschälte, gemahlene Mandeln
60 g Zucker und etwas Vanillezucker (hier selbstgemachter)
Zimt
Alle Zutaten mit den Fingern zu krümeligen Streusel verkneten, bis zum Verarbeiten in den Kühlschrank stellen.

Insgesamt hatte ich ca. 500 g Früchte, in ziemlich gleichen Mengenverhältnissen.
Selbstverständlich kann man jede andere Obstsorte, auch sortenrein verwenden.
Die Mango schälen und in Orangenspalten große Stücke schneiden, die Ribiseln waschen und gut abtropfen und abrebeln, die Marillen waschen, trockentupfen, halbieren, Kerne werden nicht mitverwendet.

Eine backofenfeste Form mit Butter ausstreichen, das Obst auf den Boden verteilen, danach einfach die Streusel drüber verteilen, ein paar Kokosflocken drüber streuen und bei 200° Ober/Unterhitze backen, bis die Streusel schön knusprig sind, dauert ca. 20 Minuten.

Man serviert das noch lauwarm mit Eis, da schmeckts am Besten, klar schmeckts auch kalt noch gut ;-).

Mein Lieben, ich wünsche Euch einen genussvollen Sommer mit Dingen gefüllt die Euch Spaß machen, schönen Urlaub, falls ihr verreist und freue mich wenn wir uns im Herbst wieder lesen.

Crumble

In Linz beginnt’s,…

so heißt es in einem Sprichwort, was auch immer damit gemeint ist, ich weiß es nicht, nur dieses in Linz beginnt’s kannte jeder den ich in den letzten Tagen darauf ansprach.

Ich kannte Linz nur von einem Kurzbesuch vor einigen Jahren umso mehr habe ich mich gefreut als ich von Accor Hotels – Ibis Styles Linz und Linz Tourismus eingeladen wurde die Stadt zu entdecken und kennenzulernen.

Allgemein fällt einem bei Linz sofort die Voest Alpine ein, die Donau ist dann wohl der nächste Gedanke. Ars Electronica Festival ist ebenfalls bekannt.

Bei mir als Foodblogger ist aber der erste Gedanke Linzer Torte und Knödel in jeder Form.

So fuhren mein Mann und ich an einem Freitag bei herrlichstem Sonnenschein gen Linz, vom Wienerwald wo wir wohnen, bis nach Linz gibt’s natürlich eine gut ausgebaute Autobahn und man braucht weniger als 2 Stunden, trotz einer Kaffeepause.

Unser Navi führte uns zuverlässig ins Hotel und hocherfreut stellten wir fest, dass das Ibis Styles in Linz über einen ausreichend großen Parkplatz verfügt, immerhin hat das Hotel 115 Zimmer und liegt sehr nahe am Stadtzentrum.
Hotel Ibis Styles Linz mit Parkplatz

Beim Check in wurden wir herzlich begrüßt und wir zogen in unser schönes Zimmer ein.
Der Blick aus dem Fenster zeigte mir einen Pool, der einladend im grünen Garten des Hotels lag…nur ich hatte gar keinen Badeanzug mit,..und das bei der Hitze, so kommt das wenn man auf seinen Ehemann hört beim Einpacken, mache ich nicht mehr.

Hotel Pool im Grünen

Im Zimmer lagen schon Informationen von Linz Tourismus auf, mit Programm Vorschlägen, Veranstaltungshinweisen und der Linz Card.
Linzer Torte - Linz entdecken

Bevor wir uns aufmachten Linz zu entdecken, ein kleiner Rundgang im Zimmer, das aus einem Schlafzimmer mit Doppelbett, ausreichend Stauraum, einem Flachbildfernseher, und einer gemütlichen Liege, einem kleinen Vorraum sowie natürlich Badezimmer mit Toilette bestand.
Wlan ist im ganzen Haus verfügbar und kostenlos.
stilvolles Badezimmer

Gemütliche Betten

Von den vielen Informationen leicht überfordert, machten wir bei der Rezeption noch einen kleinen Stopp um “uns zu sortieren”
Frau Mittmannsgruber hat uns im Stadtplan alles angekreuzelt was wir gefragt haben, hat unermüdlich auf weitere Nachfragen geantwortet. Und uns die Haltestelle mitgeteilt wo wir aussteigen mussten um direkt mit der Stadtbesichtigung loslegen zu können.
Mein Smartphone wollte mich nicht wirklich mit dem Wlan verbinden, auch da wusste ein weiterer Mitarbeiter sofort Rat und so konnten wir auch das Problem lösen. Leider weiß ich von diesem jungen Mann keinen Namen.
Herzlichen Dank an dieser Stelle für die Versorgung mit Informationen an diese beiden Mitarbeiter.

Man muss wissen, dass da wirklich viel los war an diesem Freitag, eine Leichtathletik Veranstaltung war in Linz und die Athleten waren im Ibis Styles untergebracht, dennoch waren die beiden Mitarbeiter freundlich und gerne bereit unsere Fragen zu beantworten.
So stelle ich mir Mitarbeiter im Hotel vor, kompetent und ich sage mal allwissend.
Die Linz Card inkludiert die Nutzung der Öffentlichen Verkehrsmittel in Linz, die kostenlose Fahrt zum Pöstlingberg, viele kostenlose Eintritte in Museen und Galerien. Weiters bekommt man einige Vergünstigungen zb. für einen City Linz Walk oder auch für die Fahrt mit der Linzer Bummelbahn, dem Linz City Express.
Linz City Express

Den Freitag haben wir bummelnd in der Stadt verbracht, hier zeige ich euch ein paar Impressionen:
Schlossmuseum

Mozarthaus

Linzer Impressionen

Landhaus

Wappen

kuk Hofbäckerei

Linzer Torte im Cafe Jindrak
Linzer Torte im Cafe Jindrak.

Hauptplatz
Hauptplatz

Altstadt

Leberkas Pepi
Leberkäs Pepi, eine Linzer Institution,..uns hats geschmeckt unser Semmerl.

In der Fußgängerzone war an diesem Freitag und Samstag übrigens ein riesiger Flohmarkt, alle Geschäfte hatten Standeln vor ihren Läden und es gab Schnäppchen,..leider fand ich keinen passenden Badeanzug für mich, was leider bedeutete dass ich nicht in den Pool hüpfen konnte.

Wo wir unser Abendessen genießen wollten, das wusste ich schon, seit ich daheim losfuhr, dank einiger Kontakte bei Twitter kristallisierte sich der Wirt am Graben ziemlich schnell als unser Lokal der Wahl heraus.
Hauptsächlich werden Bio Produkte verarbeitet, man sitzt in einem kühlen schattigen Garten, uns hats sehr gut gefallen. Und vor allem das Essen ist wirklich ausgezeichnet.
Wirt am Graben in Linz

Rindsgulasch beim Wirten am Graben in Linz

schattiger Garten beim Wirten am Graben

Danach zog es uns ins Hotel zurück, dank der Linz Card konnten wir ja auch die Öffentlichen Verkehrsmittel nutzen und waren so schnell im Hotel zurück.
Dort haben wir die Bar aufgesucht, und uns Wein bzw. einen Drink schmecken lassen.
Abendlicher Drink - Caipirinha

Bar, Ibis Styles Linz

In der Lounge haben wir noch eine kostenlos zu nutzende Labestation gefunden, Tee, Kaffee und Wasser stehen hier für alle bereit:
Kostenlos Tee und Kaffee im Ibis Styles Linz

Auch für die kleinen Gäste gibt es Beschäftigungsmöglichkeiten:
Kinderspielecke

Es gibt ja da auch den Garten mit dem Pool, aber an diesem Abend war da eine Hochzeitsgesellschaft und da wollten wir dann doch nicht mittendrin sitzen. Dafür haben wir eine wunderschöne Linzer Braut, ihren Mann und zwei entzückende Kinder sehen können..immer wieder schön für so ein altes (hüstel) Ehepaar wie wir es sind, so junges Glück zu sehen.

Nach diesem anstrengenden Tag erwartete uns ja unser gemütliches Zimmer mit dem bequemen Bett um uns auszuruhen für den nächsten Tag in Linz.
Gute Nacht!

Am Morgen stärkten wir uns im Restaurant mit einem ausgiebigen Frühstück, das in Buffetform angeboten wird. Frisches Obst und Gemüse, Schinken, Müsli, Kaffee, Tee, Kakao, Käse..ach ich kann gar nicht aufzählen was es da alles gab.
Frühstück

Frühstück im Ibis Styles Linz

Für Kinder gibt’s eine Extra Frühstücksbox, diese Idee fand ich total süß und man hat gesehen wie sich die Kleinen gefreut haben, als sie sich ihre Box geschnappt haben.
Die Kinderecke habe ich euch ja etwas oberhalb schon per Bild gezeigt.
Man tut hier also einiges, damit sich auch die Kleinsten wohlfühlen, als Mutter finde ich das sehr wichtig. Nix Schlimmeres als wenn die Kleinen unbeachtet bleiben,..
Im Hotelrestaurant “5 Senses” wird auch Abendessen angeboten, im Sommer, so wurde mir erzählt ist das meist All you can eat in Buffetform.

Für den Samstag stand auf unserem Plan:
Besuch des Pöstlingbergs sowie eine Hafenrundfahrt auf der Donau.
Erst haben wir aber entdeckt, dass auch am Hauptplatz, wo die Pöstlingbergbahn wegfährt, auch ein Flohmarkt war, aber diesmal nicht einer von den ansässigen Geschäften, sondern von Privaten Personen. Auch der oberösterreichische Landeshauptmann ließ sich da sehen, ich weiß jetzt nicht ob bald Wahlen sind in OÖ, und Bürgernähe dokumentiert werden sollte, jedenfalls flanierte er in Begleitung seiner Bodyguards durch die Standeln, sprach mit den Menschen, und mich hat er auch erwischt quasi, als er hörte wo wir herkommen, meinte er: Grüße an alle Niederösterreicher,..was ich hiermit ausrichte.
Mit der Pöstlingbergbahn kommt man direkt von der Stadtmitte zum Pöstlingberg. Dies war nicht immer so, aber seit 2009, seit die Stadt Kulturhauptstadt war, wurde die Abfahrt dahin verlegt. Die alte Station beherbergt seit dem ein Museum.
Pöstlingbergbahn

Alleine die Fahrt mit dieser Bahn ist schon ein Vergnügen, bergauf fährt sie ja nicht so schnell und man kann die Natur und nette (und auch weniger nette) Häuser ansehen. Uns haben besonders gut die alten, schön hergerichteten Gebäude gefallen.
Hier ein paar Impressionen vom Pöstlingberg, mehr gabs bei Instagram und Facebook von mir, leider kann ich hier nicht alle Fotos herzeigen.
Grottenbahn

Auf dem Pöstlingberg gefunden
Man beachte das Datum des Hochzeitstages dieses Paares.
Wallfahrtsbasilika

Pöstlingberg Zwergal

Linz von oben

Mein Mann wollte dann eigentlich zu Fuß wieder in die Stadt zurück, aber das konnte ich ihm ausreden (es war heiß!!) und so sind wir nur ein kleines Stück, die letzten zwei Stationen, zu Fuß in die Stadt zurückgekehrt.
Wo das nächste Abenteuer auf uns wartete: die Hafenrundfahrt.
Auf die haben wir uns besonders gefreut, besitzt mein Mann doch alle möglichen Patente um Schiffe lenken zu dürfen, alleine es fehlt uns das eigene Boot.
Unser Schiff war die Linzerin von der Donauschifffahrt Wurm&Köck, danke auch an dieser Stelle für die Einladung zu dieser tollen Fahrt auf der Donau. Und die Linzerin wurde von einer Dame als Kapitän geführt. Sowas freut uns Damen ja immer, nicht wahr?
Frau Kapitän

Während der Fahrt informiert die Stimme aus dem Off was man gerade sieht, berichtet über die Geschichte der Stadt, über das Vorzeigeunternehmen Voestalpine und vielem weiteren Interessanten. Die Zeit auf der Linzern verging wie im Flug sozusagen.
Super auch dass Getränke serviert werden, da es ja heiß war, wurde das sehr gut angenommen. Das Schiff war übrigens nicht ausgebucht, so dass kein Getümmel an Board war. Schön war das :-)

auf der Linzerin

Donau trifft Traun

Voest Alpine Linz

Nach dieser über 1,5 Stunden andauernden Fahrt, sind wir vom Lentos, einem Linzer Kunstmuseum, wo sich die Anlegestelle befindet wieder zurück in die Stadt gegangen um noch ein letztes Mal Linzer Luft zu schnuppern, leider mussten wir ja am Sonntag wieder in die Heimat, die Arbeit rief meinen Mann und mich zurück, wir wären gerne noch länger geblieben.

Abends, zu einem letzten Espresso, bin ich dann ganz alleine für mich am Pool gesessen, habe es genossen mitten in der Stadt in einem Hotel zu sein, wo auch etwas Grün zu sehen ist.
beim Abendlichen Kaffee so einen Anblick - das hat was,.. #accorhotels #cityweekend #hotelife nur ich hatte keinen Badeanzug mit #selberschuld #foodbloggerontour #unterwegs #austrianblogger #travelblog #instatravel #linz #highlight #discoverlinz #discover

Definitiv steht fest dass wir Linz nochmal besuchen werden, zuviel blieb ungesehen, wir haben keines der zahlreichen Museen besucht, nicht alle Lokale ausprobiert, dem Pöstlingberg viel zu wenig Zeit geschenkt,..usw.
Die ganze Zeit unserer Anwesenheit in Linz war herrlichstes Wetter, nur am Sonntag gab es Regen, Linz hat geweint, weil wir es verlassen mussten.

Herzlichen Dank an Accor Hotels, Linz Tourismus und Linz Card für die Einladung nach Linz.

Sonntagskuchen – Meine Strudelsaison beginnt! Marillen-Pfirsich-Zwetschkenstrudel

Strudel habe ich schon länger nicht mehr gemacht.

Ein paar Marillen, Pfirsiche (beides aus der Wachau) und Zwetschken, die letzten vom ersten eigenen Baum (die nächsten dauern noch, die sind noch knallgrün tztz), lagen noch dekorativ in der Obstschale und forderten mich auf, sie gemeinsam in einen Strudelteig zu füllen.

Wer kann bitte so buntem Obst einen Wunsch abschlagen? Ich nicht, und ein Glück das mich der Kater an diesem Tag um 6 aus dem Bett holte, trotzdem ich frei hatte, so konnte ich noch im Kühlen backen.

Selbstgemachter Strudelteig mit einer Fülle aus Marillen (Aprikosen), Pfirsichen und Zwetschken – ohne extra Zuckerzugabe in der Füllung

Zutaten für den Strudelteig
200 g Mehl
100 ml lauwarmes Wasser
40 g geschmacksneutrales Pflanzenöl
1 Prise Salz

Diese Zutaten per Hand zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Das ist in ein paar Minuten erledigt, kein Grund also den Mixer oder eine Küchenmaschine anzuwerfen.
Den Teig dann abdecken und eine viertel bis halbe Stunde ruhen lassen.

für die Füllung habe ich insgesamt
1 kg Marillen, Pfirsiche und Zwetschken entkernt
200 g Butter erweicht, die Hälfte davon zur Seite stellen zum Bestreichen,
ein paar Esslöffel Semmelbrösel mit der restlichen weichen Butter und einer Prise Zimt angeröstet.

Nun geht’s ans Teig ausziehen.
Für mich habe ich in der letzten Zeit den Teig immer halbiert, weil ich mir mitn Ausziehen leichter tue bei kleineren Mengen und ich habe dadurch halt zwei Strudel, kleinere, aber im Grunde ist das Geschmackssache wie man das angeht.

Ein großes sauberes Tuch, ich koche das immer aus, im Topf am Herd, damit ich keine Waschmittelrückstände drinnen habe, weil ich dieses Tuch auch zum Auspressen von zb. Trauben bei der Saftherstellung verwende, mit reichlich Mehl bestäuben.
Den halben Teig zu einer Kugel formen, auf das Tuch legen und mit dem Teigroller ausrollen.
Danach mit den Händen gaaaaaaaanz dünn ausziehen, so dass man eine Zeitung die darunter liegt lesen könnte. Ihr wisst was ich meine?

Auf diesen Teig habe ich dann vorsichtig die Hälfte der Zimtbrösel gegeben, und die Hälfte der Obstmenge, danach einrollen und mit dem Tuch auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech rollen lassen.
Ebenso mit der zweiten Teighälfte verfahren.

Vorsichtig mit der zerlassenen Butter einstreichen, aber nicht die ganze Butter verwenden, während des Backens kann man auch noch hin und wieder mit einem Silikonpinsel mit Butter bestreichen.

Gebacken wird das bei 180° Ober/Unterhitze ca. 1 h, da kommt es wieder sehr auf den Ofen an.

Ich habe absichtlich keinen Zucker zum Obst gegeben, weil die Früchte alle sehr reif und zuckersüß waren. ES reicht da völlig, wenn man den fertigen Strudel anzuckert.

Hat man nicht so reifes Obst, dann schadet es sicher nicht ein paar Löffelchen Kristallzucker zu verwenden.

Das schmeckt echt gut, obwohl mein Favorit immer noch Apfelstrudel ist, aber nur wenn ich Äpfel frisch vom Baum habe. Und Topfenstrudel und da fällt mir ein, dass ich den ewig nicht gemacht habe, weil den wieder nur ich hier esse,..aber den mache ich jetzt mal demnächst.

Ich wünsch Euch einen entspannten Sonntag!

Pfirsich Marillen Zwetschkenstrudel

Sonntagsohrwurm vom 9. August: Van Morrison – Brown Eyed Girl

Oft hole ich mir Inspiration für den sonntäglichen Ohrwurm im Radio, der hier öfter so nebenbei läuft, dieser Tage hörte ich diesen Song:

Van Morrison – Brown Eyed Girl(1967)

Und mit Schrecken sah ich das Jahr neben dem Titel.
Kann das echt sein, das dieser Song schon fast 50 Jahre ist?
Der könnte doch echt gerade frisch rausgekommen sein, oder?

Ich finde ihn jedenfalls schön, egal wie alt er ist und ob vielleicht manche doch sagen: DAS ist aber altmodisch ggg :-)

Schöne Sonntag Nacht!

Dreimal Kulinarische Ideen für heiße Sommertage!

Die letzten Tage war es hier wieder sehr heiß, meine Eltern haben 39 gemessen, die wohnen so 10 km von mir entfernt, bei uns warens auch fast täglich an die 38 Grad.

Ich bin eigentlich schon so, dass ich auch bei größter Hitze was “Gscheits” auf dem Teller möchte, aber nach so langer Zeit so viel Hitze, mit nur einer Woche Unterbrechung, fange auch ich an aufs Kochen zu verzichten.

Essen wollen wir trotzdem was und so habe ich heute drei einfache Ideen mitgebracht, die bei uns oft und gern gegessen werden.

Paradeiser spielen die Hauptrolle, von denen ernte ich im Moment am meisten im wilden Garten

Den Anfang macht ein Klassiker, Paradeiser mit Mozzarella, allerdings etwas abgewandelt was die Kräuter betrifft, da habe ich nämlich den Basilikum einfach ersetzt mit Ananas Salbei und frischer Minze, grob gehackt, Olivenöl und eine Balsamico Creme bleiben aber wie gewohnt.
Statt der Balsamico Creme könnte man auch einen Pfefferminz Essig verwenden, ja sowas gibt’s, habe ich mir gekauft, wo erzähle ich Euch nächste Woche im sindundwolfiontour Blog
Mozzarella mit Paradeiser

Das kennt ihr alle oder?
Ein gutes frisches Bauernbrot, da drauf gute Butter und dann Paradeiser Scheiben, anders als früher habe ich Fleur de Sel statt normalem Salz genommen,..schließlich fahre ich bald wieder nach Kroatien wo ich mir Nachschub von diesem köstlichen Salz holen kann.
Butterbrot mit Paradeiser und Fleur de Sel

Obstsalat ist natürlich auch das Richtige bei großer Hitze, vorzugsweise mit Früchten die viel Flüssigkeit haben.
Bei mir ist das: weiße Pfirsiche mit Marillen, beides klein geschnitten, Weintrauben, Wassermelone und frische Mango.
Der Kick kommt durch die Limette und den Ziegenjoghurt. Im Joghurt ist Limettensaft, und die Melone ist mariniert mit ebensolchem.
Obst mit Ziegenjoghurt und Limette

Was sind denn Eure Lieblinge wenn es andauernd so heiß ist, kocht ihr, so wie ich manches Mal oder ernährt Ihr Euch nur flüssig, oder wie macht ihr denn das?

Ich wünsche Euch einen wunderschönen Samstag, und hoffe Ihr könnt ihn im Bad verbringen.

#tierfreitag: Erdäpfel Eierschwammerlrolle auf Blattsalat

Erdäpfel-Eierschwammerlrolle mit Blattsalat

Auf der Heimfahrt von Linz haben wir den Landweg gewählt, um die Gegend (im Regen gg) zu bestaunen und nicht nur endlose Straße zu sehen.
Und auch um in der Wachau bei einem unserer liebsten Gemüsestandel ein bissl einzukaufen.

Unter anderem habe ich Eierschwammerl, und heurige mehlige Erdäpfel erstanden.

Und ich wollte schon immer ausprobieren, ob Erdäpfelteig auch ohne Ei und ohne Butterzugabe schmeckt.

Erdäpfelrolle mit Eierschwammerl – ein Gedicht!

Für 3 nicht allzuhungrige Personen oder als Vorspeise
400 g gekochte Erdäpfel, gekocht gewogen
50 g Gries
ca. 50 g Roggenmehl
2 Esslöffel Pflanzenöl, ich hab mir in der Steiermark ein grandioses Rapsöl gekauft :-)
Salz, frisch geriebene Muskatnuss

Eierschwammerlfülle
ca. 200 g Eierschwammerl
1 kleine Zwiebel
1-2 Knobizehen
viel, wirklich sehr viel frische Petersilie
etwas Rapsöl
Meersalz

die gekochten Erdäpfel noch warm schälen und durch die Erdäpfelpresse drücken.
Sofort mit dem Öl und dem Gries vermischen, das Mehl ebenfalls zufügen, dann sollte das ein Erdäpfelteig sein, den man schön ausrollen kann. Ist der noch zu weich dann die Mehlzugabe erhöhen, es kommt sehr auf die Erdäpfel drauf an, ob meine Mehlmenge reicht.

Den Teig ein paar Minuten ruhen lassen.

In der Zwischenzeit die Zwiebel fein, und die Knobizehen grob hacken und im Rapsöl anschwitzen. Die Eierschwammerl putzen und in Scheibchen schneiden. Diese dann zum Zwiebel und dem Knoblauch fügen und nochmal ein paar Minuten dünsten lassen.
Die Pfanne vom Herd ziehen und die gehackte Petersilie unterrühren.

Den Teig nun auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche ausrollen, wie man am Bild sieht, nicht zu dünn.
Darauf die nicht mehr heiße Fülle streichen, etwas verteilen und den Teig wie einen Strudel einrollen.
In 9 Stücke schneiden, den Rest nicht wegwerfen, der kam bei mir auch in gebratenem Zustand in eine Gemüse-Speck Pfanne.

Die 9 Rollen in nicht allzu heißem Öl auf beiden Seiten je 5 Minuten braten.

Auf einem Salatbett anrichten, mein Salat war ein Geschenk meiner Nachbarin, aus Eigenbau :-) Wie der hieß weiß ich nicht, war aber ein knackiger, eher festerer Salat.
Den Salat habe ich nur mit Zitrone und etwas Kürbiskernöl mariniert.

ES war köstlich! Sehr!
Absolute Nachkochempfehlung von mir!
Und ich weiß jetzt, Erdäpfelteig geht auch ohne Butter und Eier und schmeckt!

Ich wünsch Euch einen sonnigen Freitag!

Erdäpfel Eierschwammerlrolle in the making

tierfreitag